Stadt verleiht Wirtschaftspreis
Pioniere der Rösterszene geehrt

Münster -

Mario Joka und Sandra Götting gelten als Pioniere der Rösterszene. Am Donnerstagabend wurde dem Ehepaar der Wirtschaftspreis der Stadt Münster verliehen. Laudator Hermann Brück lobte die neue Kaffeekultur der Preisträger.

Donnerstag, 19.09.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 17:18 Uhr
Sandra Götting und ihr Mann Mario Joka (2.v.r.) freuen sich über die Auszeichnung der Stadt Münster, die ihnen am Donnerstagabend von Oberbürgermeister Markus Lewe (M.), Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers (r.) und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung, Mathias Kersting (l.), verliehen wurde.
Sandra Götting und ihr Mann Mario Joka (2.v.r.) freuen sich über die Auszeichnung der Stadt Münster, die ihnen am Donnerstagabend von Oberbürgermeister Markus Lewe (M.), Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers (r.) und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung, Mathias Kersting (l.), verliehen wurde. Foto: Oliver Werner

Ohne Mütze, meint Mario Joka , würde ihn niemand erkennen. Für die Verleihung des Wirtschaftspreises der Stadt Münster im Erbdrostenhof warf sich der Unternehmer zwar in Schale, verzichtete aber nicht auf seine gewohnte Kopfbedeckung. Gemeinsam mit Ehefrau Sandra Götting nahm Mario Joka den Preis der Stadt entgegen, der alle zwei Jahre verliehen wird.

Ausgezeichnet wurden die Münsteraner am Donnerstagabend als innovativ denkende und agierende Unternehmer, die sich als Pioniere auf dem Markt der Kaffeeröster einen Namen gemacht haben. Hermann Brück, Preisträger des Jahres 2017, hielt die Laudatio. Er ließ für die Zuhörer die Entwicklung der Roestbar seit 2003 auf der Zunge zergehen. Nach dem Abschied von traditionellen Kaffeehäusern wie Schucan, Grotemeyer und Kleimann sorgten heute Sandra Götting und Mario Joka für die Rückkehr des „Kaffeegeistes“. Brück verglich die neue Kaffeekultur des Ehepaares mit früheren Zeiten. Heute werde der Kaffee mit einer Geschichte serviert, lobte er die Entwicklung.

Die Geschichte der Wirtschaftspreisverleihung begann für die jungen Unternehmer am Donnerstagabend aber schon im Friedenssaal. Dort durften sich Sandra Götting und Mario Joka, die heute unter der Marke Roestbar fünf individuelle Kaffeehäuser in der Stadt betreiben und 70 Mitarbeiter beschäftigen, ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Natürlich könne er ihnen keinen Kaffee anbieten, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe, dafür reichte er ihnen den Goldenen Hahn, gefüllt mit Weißwein aus Hessen.

Lewe betonte während der anschließenden Preisübergabe im Erbdrostenhof, dass das Ehepaar die Kultur des Kaffeegenusses in Münster verändert habe. Ihre Leidenschaft sei aus einer Idee entstanden, die heute überall zu spüren sei.

Als Geschäftsführer der Roestbar setzen Mario Joka und Sandra Götting dabei so konsequent wie erfolgreich auf den fairen Handel. Das Duo schaffe Orte der Begegnungen und zeichne sich als Botschafter Münsters aus. „Aber ich habe auch noch nie in meinem Leben an einem Abend so einen Kaffeedurst entwickelt“, meinte Lewe.

Das Ehepaar Joka-Götting vereine erfolgreiches Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung, Qualität und Nachhaltigkeit, so Hermann Brück. Der Familienbetrieb profitiere aber auch davon, dass er von den Besitzern geführt werde. „Das macht ein gutes Unternehmen aus“, so Brück.

Die beiden Preisträger, Optikerin und Tischler, erfüllten sich vor 16 Jahren als Quereinsteiger an der Nordstraße ihren Traum von einer eigenen Rösterei nebst Kaffeehaus. Ihr Anspruch von Anfang an: Die besten Rohkaffees zu finden, sie im vertrauensvollen Umgang mit den Produzenten vor Ort zu kaufen und den Bohnen in der heimischen Rösterei ihr individuelles Aroma zu entlocken. Heute sind die Röster überzeugt: „Wir haben das Allermeiste richtig gemacht.“

Richtig hatte es auch Kay Fenneberg vom Hotel Kaiserhof gemacht. Er war mit seinem Team für das Catering zuständig und begrüßte die Gäste im Erbdrostenhof später mit einem extra frischen Kaffeeduft.

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