Schlaun-Forum beleuchtet Innenstadt
„Nicht die bestrafen, die uns besuchen“

Münster -

Münsters Handel geht es vergleichsweise gut. Das ist keine neue Erkenntnis – aber die Referenten auf dem Schlaun-Forum „Handel und Stadt“, allesamt Kenner der Materie, kamen trotz fortschreitender Digitalisierung eben auch zu keiner abweichenden Meinung. Ein Gast aus Paderborn schrieb der Stadt allerdings noch etwas ins Stammbuch.

Freitag, 20.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 15:26 Uhr
 
  Foto: WFM Münster/Martin Rühle

Die Digitalisierung stellt den Einzelhandel vor große Herausforderungen, aber Münster als Oberzentrum ist vergleichsweise gut gewappnet. So in etwa könnte man den Tenor des Schlaun-Forums zum Thema „Handel und Stadt – Gegenwärtige Situation“ am Dienstagabend in der Bezirksregierung zusammenfassen. Das Schlaun-Forum bestätigte damit eine These, die auf vielen vergleichbaren Veranstaltungen formuliert wurde.

So wies Linus Weistropp von der Initiative Starke Innenstadt (ISI) darauf hin, dass es in Münster seit Jahren ein regelmäßig fortzuschreibendes Einzelhandelskonzept gebe, auf dessen „strikte Einhaltung“ die Stadt auch achte.

Verlagerung auf grüne Wiese abgewehrt

Reinhard Hopp vom Stadtplanungsamt stellte dieses Einzelhandelskonzept dann auch vor. Er zeigte sich erfreut darüber, dass Münster eine Verlagerung des Einzelhandels „auf die grüne und die graue Wiese“ weitgehend abgewehrt habe.

Dr. Thomas Robbers, Leiter der Wirtschaftsförderung Münster, lobte die „Geschwister des Handels“ – nämlich die Gastronomie, die Kultur und den Städtebau. Nur als Gesamtpaket habe Münsters eine Chance.

Gewerbevereine schwinden

Für eben diesen Zusammenhalt im innerstädtischen Leben sorgen an vielen Stellen die örtlichen Gewerbevereine. Dass diese Struktur gerade in kleineren und mittleren Städten „zerbröselt“, wertete Jens von Lengerke von der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen als Alarmsignal. Damit falle auch ein wichtiger Mitspieler bei der Erarbeitung eines Einzelhandelskonzeptes weg.

Die Außenperspektive beschrieb Uwe Seibel von der Werbegemeinschaft Paderborn. Er zog viele Parallelen zwischen Münster und Paderborn – und warb dafür, auch die Erreichbarkeit als Form der Willkommenskultur zu verstehen: „Wir dürfen nicht die bestrafen, die uns besuchen.“

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