Neue Theater-Saison
Werbung für den Musik-Campus im Dialog

Münster -

Mit Verdis Oper „Maskenball“ wurde die Spielzeit 2019/20 am Theater Münster eröffnet. Bevor das Blut des Königs floss, überraschte ein Dialog das Publikum. Geworben wurde für den Musik-Campus.

Montag, 23.09.2019, 22:00 Uhr
Riccardo, der König, (Garrie Davislim) grübelt. Mit Verdis Oper „Ein Maskenball“ wurde die Saison offiziell eröffnet.
Riccardo, der König (Garrie Davislim), grübelt. Mit Verdis Oper „Ein Maskenball“ wurde die Spielzeit offiziell eröffnet. Foto: Oliver Berg

Die weise Prophetin Ulrica weiß so schrecklich viel. So sieht sie in der Hand des Königs sogar dessen Tod voraus, was sich im weiteren Verlauf von Verdis Oper „Maskenball“ („Un ballo in maschera“) auch noch als richtig herausstellt.

Bevor jedoch das Theaterblut am Sonntagabend im Großen Haus floss, wurde die neue Spielzeit im Beisein von Vertretern von Politik, Behörden und anderen Institutionen eröffnet. Oberbürgermeister Markus Lewe , der diese Rolle Jahr für Jahr im Monolog übernimmt, hatte diesmal einen Partner an der Seite: den Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), Prof. Dr. Johannes Wessels . Beide warben vor dem Theater-Publikum im Dialog für ein großes Thema, das sie gemeinsam umtreibt: den Musik-Campus, auf dem die Westfälische Schule für Musik, das Sinofonieorchester der Stadt und die Musikhochschule der Universität, aber auch die freie Szene Münsters eine Heimat finden sollen.

Ein internationales Ausrufezeichen

Ein Musik-Campus würde aus Sicht von Wessels ein internationales Ausrufezeichen setzen. „Er ermöglicht unseren Studierenden durch die örtliche Zusammenführung aller Musikschaffenden der Stadt und die dann adäquaten Räumlichkeiten ganz andere Erfahrungen und Lernerfolge“, sagte Wessels. Und: Die Musikschule, die sich auf vier Standorte verteilt, platze aus allen Nähen. „Wir müssen bauen“, zeigte Wessels einen immensen Handlungsdruck auf.

Auch für Lewe ist klar, dass die Stadt investieren müsse. Die Westfälische Schule für Musik sei viel zu klein für die 7200 Schüler. Ähnliches gelte für das Sinfonieorchester. Weder die Akustik im Großen Haus noch die Probemöglichkeiten entsprächen dem großen Können der Musiker.

Standortfavorit ist das Gelände des ehemaligen WWU-Institutes für Pharmazie an der Einstein-/Hittorfstraße – für Wessels „übrigens noch Innenstadt“. Mit dem Fahrrad seien es fünf Minuten bis zum Domplatz.

Grundsatzentscheidung am 9. Oktober?

Lewe arbeitet daran, dass der Rat am 9. Oktober eine Grundsatzentscheidung trifft. Nur durch die Kooperation mit der Universität beziehungsweise dem Land NRW und den dadurch in Aussicht gestellten Fördergeldern in Millionenhöhe „lässt sich so ein Jahrhundertprojekt überhaupt erst realisieren“, so der OB.

Bleibt die Gretchenfrage, wann es was mit dem Musik-Campus in Münster wird. Seherin Ulrica sagt dazu leider nichts. Schade.

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