Bezirksregierung Münster hat Stilllegung aufgehoben
Windenergieanlage Loevelingloh darf in Betrieb gehen

Münster -

Die seit einem Jahr stillstehende Windenergieanlage Loevelingloh der Stadtwerke Münster am Kappenberger Damm in Münster kann wieder in Betrieb gehen. Die Bezirksregierung Münster hat die Ordnungsverfügung zur vorläufigen Stilllegung der Anlage aufgehoben.

Mittwoch, 25.09.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 18:56 Uhr
Die Windenergieanlage Loevelingloh kann wieder in Betrieb gehen.
Die Windenergieanlage Loevelingloh kann wieder in Betrieb gehen. Foto: Bezirksregierung Münster

Im Sommer 2017 hatten die Stadtwerke Münster die Windenergieanlage des Herstellers General Electric ( GE ) errichtet und in Betrieb genommen. Es zeigte sich, dass dieser neue Anlagentyp (GE 3.2 – 130) die gesetzlichen Anforderungen an den Lärmschutz nicht erfüllte, sodass die Bezirksregierung im März 2018 zunächst den Nachtbetrieb und im Oktober 2018 auch den weiteren Tagbetrieb untersagte.

Schallleistungspegel jetzt eingehalten

Zwischenzeitlich habe GE den Anlagentyp programmtechnisch verbessert, heißt es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster. Bei erneuten Schallmessungen konnte nachgewiesen werden, dass der zulässige Schallleistungspegel der Windenergieanlage nunmehr eingehalten wird und der Betrieb somit wiederaufgenommen werden kann.

Geräusche zu hören

Auch bei einem genehmigungskonformen Betrieb der Windenergieanlage wird diese zu hören sein, da Windenergieanlagen wie jede technische Anlage Geräusche verursachen und ein Schutzanspruch nur soweit besteht, dass keine erhebliche Belästigung und Gesundheitsgefährdung vorliegt, heißt es weiter. Dies wird durch die Richtwerte der Technischen Anleitung Lärm sichergestellt.

Keine erhebliche Beeinträchtigung durch Infraschall

Auch die im Zusammenhang mit Windenergieanlagen diskutierte Belastung durch Infraschall, dies sind tieffrequente Geräusche unterhalb von 20 Hertz, führen nach derzeitigem Kenntnisstand zu keiner erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Die Bezirksregierung weist hierzu auf das Faktenpapier Windenergieanlagen und Infraschall des NRW-Umweltministeriums hin, dass die auftretenden Pegel im Infraschallbereich deutlich unter der menschlichen Wahrnehmungsschwelle liegen und derzeit keine abgesicherten wissenschaftlichen Belege für nachteilige Wirkungen in diesem Pegelbereich vorliegen, sodass die Wiederinbetriebnahme der Windenergieanlage Loevelingloh auch unter diesem Gesichtspunkt zugelassen werden musste.

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