Semesterbeginn
Infoveranstaltungen und Partys: Die O-Woche in Münster hat begonnen

Münster -

Das Wintersemester 2019/2020 hat am Montag in Münster begonnen. In der ersten Woche, der O-Woche (kurz für Orientierungswoche), lernen die Neuankömmlinge ihre Hochschule, ihre Kommilitonen und die Stadt kennen. Neben Infoveranstaltungen stehen vor allem Partys im Vordergrund. 

Mittwoch, 02.10.2019, 18:46 Uhr
Semesterbeginn: Infoveranstaltungen und Partys: Die O-Woche in Münster hat begonnen
Nach den Pflichtveranstaltungen wie hier der Begrüßung der Studienanfänger in der Universitätssporthalle Horstmarer Landweg geht es in der O-Woche vor allem darum, andere Kommilitonen und die Stadt kennenzulernen. Foto: Matthias Ahlke

Etwa 9.600 Studenten starten im Oktober an der Uni Münster . Darunter nicht nur Erstsemester, sondern auch Masterstudenten und Promovenden, teilt das Presseamt der Uni Münster mit. Zu den waschechten „Erstis“ zählen die, die frisch von der Schule kommen. Vorläufigen Zahlen zufolge sind dies im aktuellen Wintersemester 5.150 junge Menschen.

Viele von ihnen lassen ihre Heimatstadt hinter sich und ziehen zum Studieren nach Münster. Um nicht alleine im Vorlesungssaal zu sitzen ist die erste Aufgabe der angehenden Akademiker, ihre Kommilitonen kennenzulernen. Um Neuankömmlinge miteinander in Kontakt zu bringen veranstalten Fachschaften unterschiedlicher Institute Orientierungswochen. Die aktuelle O-Woche begann am Montag.

Begrüßung der Erstsemester 2019/20

Infoveranstaltungen - und viel Alkohol

Auf dem Plan stehen Infoveranstaltungen von Hochschulinitiativen, „aber sonst wird eigentlich nur getrunken“, lacht eine 19-Jährige. Sie studiert Jura in einem höheren Semester und ist in der ersten Woche Ansprechpartnerin für Erstsemester. Das Trinkspiel Flunkyball, bei dem gewinnt, wer als Erstes die Flasche leergetrunken hat, würde gern gespielt, abends stünden Parties auf dem Programm. 

Mathe-Erstsemester Feras Saader schwärmt, sein bisheriges Highlight sei die Kneipentour gewesen. „Von 19.30 Uhr bis irgendwann um drei“, hätte er einen lustigen Abend gehabt. Alkohol ist schon wichtig, betont der 20-jährige. „Die meisten Leute sind anfangs nicht so gut drauf. Wenn’s dann aber los geht mit dem Trinken, sind meistens alle offener und schließen schneller Freundschaften.“ 

Betrunkene Studenten im Straßenverkehr

Besonders problematisch sei der Alkoholkonsum im Straßenverkehr - auch auf den Radwegen. Die Polizei Münster teilte am Dienstag in einer Pressemitteilung mit: „Zu Semesterbeginn stoppten Polizisten Mittwochmorgen (2.10.) vier betrunkene Zweiradfahrer." Und weiter: „Einem 23-jährigen E-Scooter-Fahrer nahmen die Beamten seinen Führerschein direkt ab.“   

Ambria Weyers trinkt keinen Alkohol. Sie ist 20 und fängt in diesem Semester an, Latein zu studieren. Schräg angeschaut wurde sie dafür, dass sie antialkoholische Getränke bevorzugt, bisher nicht. Das bestätigen auch andere Erstsemester, die es gar nicht schlimm finden, wenn Kommilitonen nüchtern bleiben wollen. Anschluss findet Weyers trotzdem, beim Grillen ihrer Fachschaft oder beim gemeinsamen Frühstück. Sie ist der Ansicht, „man kann auch so Spaß haben“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6974858?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker