Gründung einer dritten Gesamtschule
Genehmigung wird kompliziert

Münster -

Die Genehmigung einer dritten städtischen Gesamtschule in Roxel wird schwierig, da bestehende Schulen auch in Nachbarkommunen nicht gefährdet werden dürfen. Ein Rechtsstreit dürfte den Zeitplan kippen.

Mittwoch, 02.10.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 18:00 Uhr
Die Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule in Roxel ist als Standort für die dritte Gesamtschule in Münster im Gespräch. 
Die Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule in Roxel ist als Standort für die dritte Gesamtschule in Münster im Gespräch.  Foto: sch

Eigentlich wollte die Verwaltung einen Beschlussvorschlag zur Gründung einer dritten Gesamtschule in naher Zukunft vorlegen. Aber die Situation ist kompliziert, wie Schulamtsleiter Klaus Ehling und Schuldezernent Thomas Paal am Dienstagabend im Schulausschuss ausführten.

Auch wenn in Münster alle Parteien sowie die Verwaltung einig sind, die dringend benötigte dritte Gesamtschule im Schulzentrum Roxel anzusiedeln, habe ein anderer Aspekt Vorrang. Nach einem Verwaltungsgerichtsurteil von 2013 darf eine neue Gründung bestehende Schulen nicht gefährden – und dies sieht bekanntlich die Nachbarkommune Havixbeck als gegeben.

Nach einem Gespräch aller Beteiligten bei der Bezirksregierung sei vereinbart worden, dass die Kommunen nun detaillierte Zahlen zur Bevölkerungsprognose vorlegen müssen. Die nächste kleinräumige Bevölkerungsprognose, die das Amt für Statistik erstellt, werde aber frühestens Anfang 2020 fertig.

Sollte der Rat ungeachtet der unklaren Lage einen Beschluss zur Gründung einer Gesamtschule in Roxel fassen, sei vorentschieden, dass die Stadt Münster gegebenenfalls den Rechtsweg beschreiten wolle. Paal riet zur Vorsicht: „Ein solches Verfahren wird lange dauern, und in dieser Zeit können wir nichts in Sachen Gesamtschulgründung unternehmen.“

Gleichzeitig brauche aber die jetzt am Standort arbeitende Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule eine Perspektive, erinnerte SPD-Ratsfrau Doris Feldmann. Mitglieder von CDU und Grünen fragten nach einem „Plan B“, wenn Roxel als Standort der Gesamtschule nicht durchsetzbar sei. Dazu wollte Paal sich nicht äußern. Man bleibe vorerst beim Plan A.

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