LED-Leuchten reduzieren Energieverbrauch und Lichtverschmutzung
Stadt setzt auf intelligente Straßenbeleuchtung

Münster -

Wer in Sachen Licht Energie sparen will, der kennt die entscheidenden drei Buchstaben: LED. Doch nicht nur Verbraucher können sich beim Blick auf die Stromrechnung über Einspareffekte freuen – das LED-Licht führt auch zu deutlich weniger so genannter „Lichtverschmutzung“, wie die Sternfreunde Münster festgestellt haben.

Mittwoch, 09.10.2019, 10:00 Uhr
Die Reduzierung der Lichtverschmutzung trägt dem Amt für Mobilität und Tiefbau auch Lob von den Sternenfreunden Münster ein, die illustrieren die guten Sichtbedingungen mit einer Aufnahme von den Rieselfeldern: „Links hinter den Baumkronen befindet sich der Ortsteil Gelmer. Daneben ist in der Nähe zu den Rieselfeldern eine starke weißblaue Lichtemission zu erkennen, die von dem Gewerbegebiet Hessenweg ausgeht. Die anschließenden Gebiete über das Stadtzentrum hinweg etwa bis zum Ortsteil Nienberge sind bezüglich der Lichtemissionen in Relation zur Stadtgröße nicht besonders auffällig.“
Die Reduzierung der Lichtverschmutzung trägt dem Amt für Mobilität und Tiefbau auch Lob von den Sternenfreunden Münster ein, die illustrieren die guten Sichtbedingungen mit einer Aufnahme von den Rieselfeldern: „Links hinter den Baumkronen befindet sich der Ortsteil Gelmer. Daneben ist in der Nähe zu den Rieselfeldern eine starke weißblaue Lichtemission zu erkennen, die von dem Gewerbegebiet Hessenweg ausgeht. Die anschließenden Gebiete über das Stadtzentrum hinweg etwa bis zum Ortsteil Nienberge sind bezüglich der Lichtemissionen in Relation zur Stadtgröße nicht besonders auffällig.“ Foto: Sternfreunde Münster, Martin Vogel

Seit mehr als 150 Jahren gibt es in Münster Straßenbeleuchtung. Den Anfang machten 225 Gaslaternen, heute werden beim Amt für Mobilität und Tiefbau knapp 28 000 Straßenleuchten gezählt. Die Leuchten dienen seit jeher bei Dunkelheit der Sicherheit auf den Straßen und Wegen.

LED-Leuchten reduzieren neben dem Energieverbrauch auch die so genannte Lichtverschmutzung in einem Maße, dass selbst die Sternenfreunde Münster ihre Beobachtungsgegenstände über der Stadt wieder besonders gut sehen können, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der vermehrte Einsatz von LED-Leuchtkörpern habe eine positive Wirkung auf die Lichtglocke über der Stadt, so die Meinung der Himmelsbeobachter. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken hat das Amt für Mobilität und Tiefbau etwa die Kugelleuchten im Stadtgebiet gegen energiesparende Leuchten ohne Lichtabstrahlung nach oben ausgetauscht.

Individuelle Planungen für jeden Straßentyp

Die Stadt stimmt zunehmend ihre Lichtplanungen auf die speziellen Erfordernisse im jeweiligen Umfeld ab. Es gebe für jeden Straßentyp individuelle Planungen, so dass für jede Situation die passende Beleuchtung vorhanden sei; die Promenade etwa werde anders beleuchtet als ein Kreisverkehr. Auch mit Blick auf die Sicherheit helfe viel Licht nicht unbedingt viel, entscheidend sei eine gleichmäßige Beleuchtung.

Die grundsätzliche Bereitschaft der Stadt, sich den neuen Herausforderungen an die Lichtplanung gerade wegen der Einflüsse des Lichts auf Mensch und Natur zu stellen, habe der Stadt aktuell eine Vorreiterrolle beschert, lautet auch das Lob von Polizeiwissenschaftlerin Dunja Storp.

Intelligente Beleuchtung an Velorouten

Pilotprojekte mit so genannter intelligenter Straßenbeleuchtung etwa würden mit wissenschaftlicher Begleitung auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Hier werde Licht nur nach Bedarf abgerufen. Diese Technik soll auch an den zukünftigen Velorouten eingesetzt werden, um die Tierwelt nicht unnötig künstlichem Licht auszusetzen.

Aus kriminologischer Betrachtung begünstige eine bedarfsorientierte Beleuchtung zudem in deutlichem Maß die menschlichen Verhaltensweisen positiv.

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