Reaktionen auf Musik-Campus-Debatte im Rat
„Dann sondieren sie immer noch“

Münster -

Der Musik-Campus wird weiterhin intensiv in Münster diskutiert. Nach dem Grundsatzbeschluss des Rates in der vergangenen Woche hatte unsere Zeitung gebeten, Stellung zu beziehen.

Dienstag, 15.10.2019, 10:00 Uhr
Visualisierung des Konzertsaals
Visualisierung des Konzertsaals

Hier einige Leserreaktionen (teilweise in Auszügen):

►  Dieter Wittenbrink schreibt: „Die Idee ist gut und sollte unbedingt durchgesetzt werden. Sonst droht die Fortsetzung der unsäglichen Standortdebatte Schlossplatz, Hörsterplatz oder Hittorfstraße – und es passiert wieder nichts. Da hat der Oberbürgermeister recht, wenn er sagt: „ Wir müssen mal wieder zeigen, dass wir etwas können.“

►  Peter Henkenborg schreibt: „Ich vergleiche es mal mit den Niederlanden. Da hat jede kleinere Stadt musikalisch mehr zu bieten als Münster. Hier fehlt eine Plattform für Musik für Jedermann. Darum fände ich sogar den Hörsterparkplatz besser, da zentraler.“

► Christiane Alt-Epping meint: „Ich probiere mich mal als Prophet: Die Musikhochschule möchte zeitnah umziehen, die Stadt kann nur Minimalbeschlüsse fassen, hat mehr „Abers“ als „Jas“, braucht noch Zeit für einen Unterausschuss, eine Simulation und vier Gutachten, die Uni fängt an zu bauen ohne die Stadt, ohne Uni ist für die Stadt alles zu teuer, man stellt fest, dass das Publikum sowieso mittlerweile lieber nach Coesfeld, Dortmund, Essen, Bochum, Paderborn, Gütersloh, Köln oder Enschede fährt – Ende der Geschichte. Und wenn sie nicht gestorben sind, sondieren sie immer noch.“

► Ein weiterer Leser zieht eine Parallele zur Musikhallen-Debatte: „Vor einigen Jahren haben es Fußtruppen einiger Parteien schon einmal geschafft, in diesen Belangen Münster zu blamieren. Das zeugt von einer offensichtlichen Schwäche des Rates der Stadt. Ähnliche Fußtruppen sind auch schon wieder aktiv bezüglich des Hafencenters. Auch hier setzt bei einigen Parteien der Verstand aus. Basisdemokratie hin oder her. Aber dass ein Teil der münsterischen Bevölkerung einem radikalen Zirkel ausgeliefert wird, kann man als einen Albtraum ansehen. Die schweigsame Mehrheit wird sich, wenn das Fass überläuft, an der Urne rächen. Und dann ist das Geschrei groß.“

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