Lagos-Ausstellung von Emeka Bob-Anyeji im Bennohaus
Mikrokosmos eines ganzen Landes

Münster -

Mit Afrika verbinden viele nur bittere Armut und politisch-gesellschaftliche Unterdrückung. Doch Afrika kann mehr: Das beweist Emeka Bob-Anyeji mit seiner Fotoausstellung im Bennohaus, die sich mit der nigerianischen Hauptstadt Lagos beschäftigt. Am Freitag (18. Oktober) wird sie eröffnet.

Dienstag, 15.10.2019, 15:00 Uhr
Lagos, die Hauptstadt Nigerias, ist bunt, pulsierend und ein echter Schmelztiegel.
Lagos, die Hauptstadt Nigerias, ist bunt, pulsierend und ein echter Schmelztiegel. Foto: pd

Das Bürgerhaus Bennohaus und Slam Base laden auf eine Fotoreise nach Lagos, der größten Stadt Nigerias, ein. Der Fotograf und Sozialarbeiter Emeka Bob-Anyeji zeigt die Millionenstadt, wie er sie selbst erlebt hat – bunt, pulsierend und voller Leben.

Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine „Ijé“ (eine Reise) in eine der eindrucksvollsten Metropolen Afrikas, wie es in einer Ankündigung heißt. Die Vernissage mit Sektempfang findet am Freitag (18. Oktober) um 19.30 Uhr im Bennohaus, Bennostraße 5, statt.

Mehr als 500 Sprachen und 250 ethnische Gruppen

Lagos ist ein Schmelztiegel: Die Stadt bildet einen Mikrokosmos Nigerias ab, einem Land mit über 186 Millionen Einwohnern, die mehr als 500 Sprachen sprechen und über 250 verschiedenen ethnischen Gruppen angehören. Sie alle treffen sich in einer der bevölkerungsreichsten Städte der Welt.

Der Blick der Kamera fängt die „normalen“ Menschen auf den Straßen und in ihrem Alltag ein. So zeigen die Bilder die Einwohner von Lagos als tanzende Gäste auf einer Hochzeitsfeier, beim schnellen Happen an einem Straßenimbiss oder auch eine Ziege, die sich einen Platz im Straßenverkehr erobert.

Auch die schwimmende Schule von Lagos ist zu sehen. Genauso wie Oji (die Kolanuss) ein geschätztes Gastgeschenk, das traditionell vom ältesten Mann im Raum aufgeschnitten wird.

Keine Klischees, keine Tabus

Alle Bilder haben gemeinsam, dass sie Perspektiven des Schwarzen Kontinents zeigen, die sich nicht nur dem Klischee von bitterer Armut und Unterdrückung widmen, ohne diese jedoch zu verschweigen.

Emeka Bob-Anyejis Bilder sind noch bis Mitte November zu sehen.

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