Franziskus-Forum
Gesunde Ernährung beugt Darmkrebs vor

Münster -

Currywurst mit Pommes – lecker aber ungesund. Stimmt. Aber wenn man es nur selten zu sich nimmt, ist nichts dagegen zu sagen. Nicht einmal aus Sicht der Darmkrebs-Prophylaxe . . .

Mittwoch, 16.10.2019, 09:00 Uhr
Experten rund ums Thema „Darmkrebs“: Mit Vorträgen, Infoständen und leckeren Snacks gaben die Akteure beim Franziskus-Forum umfassende Informationen zu Vorbeuge- und Behandlungsmaßnahmen.
Experten rund ums Thema „Darmkrebs“: Mit Vorträgen, Infoständen und leckeren Snacks gaben die Akteure beim Franziskus-Forum umfassende Informationen zu Vorbeuge- und Behandlungsmaßnahmen. Foto: pd

Beim jüngsten Franziskus-Forum standen Vorbeugung und Behandlung von Darmkrebs im Fokus. Bei der Vorsorge-Darmspiegelung könnten Polypen erkannt und schmerzfrei entfernt werden, noch bevor sie zu Krebs entarten. Diese Vorsorge habe laut Pressemitteilung in den vergangenen zehn Jahren zu einer deutlichen Senkung der Darmkrebs-Häufigkeit sowie der -Sterb­lich­keit geführt.

„Das Risiko kann auch mit einer gesunden Lebensweise um 30 bis 40 Prozent gesenkt werden“, erklärte Prof. Dr. Bernhard Glasbrenner . Wesentliche Bestandteile seien hierfür eine ausreichende körperliche Aktivität sowie ein gesundes Ernährungsverhalten, das Walburga Träger erläuterte. Es komme auf die vielfältige Auswahl frischer Lebensmittel an: „Currywurst mit Pommes kann ab und zu mit Genuss gegessen werden – so lange sie nicht regelmäßig auf dem Speiseplan steht“, beruhigte sie.

Besonders schonend

Eine komplette Heilung sei meist nur durch die chirurgische Entfernung des Tumors möglich, und der Erfolg hänge unter anderem davon ab, ob die Operation in ausgewiesenen Darmzentren mit großer Erfahrung durchgeführt wird. „Hier kann besonders schonend operiert werden, und die Überlebensrate ist dank der chirurgischen Expertise sehr hoch“, macht Prof. Dr. Matthias Brüwer den Betroffenen Mut.

Je nach Lokalisation des Eingriffes könnten die benachbarten Organe des Harntraktes betroffen sein. Dr. Christoph Weining erläuterte einfache Schutzmechanismen wie Harnleiterschienen oder Katheter, um Harnorgane besser zu identifizieren und Verletzungen zu vermeiden. Ebenso gab er einen Überblick über medikamentöse und technische Hilfen, wenn die Harnblase nach einer Darmoperation nicht wie gewohnt entleert werden kann.

Umfassende Beratung

Ist nach der OP ein künstlicher Darmausgang (Stoma) notwendig, werden die Patienten von spezialisierten Therapeuten betreut. Franzis Helmer und ihre Kolleginnen beraten umfassend rund um die OP und üben mit den Patienten intensiv den Umgang mit dem Stoma. Sie stellen Kontakt zu Nachversorgern her und helfen den Betroffenen, Ängste zu überwinden.

Darüber hinaus gibt es umfassende psychoonkologische und sozialrechtliche Beratungsangebote, die Diplom-Sozialarbeiterin Beate Kuhnen und Diplom-Sozialpädagogin Ulrike Wies vorstellten.

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