Autofahrer machen Fahrzeuge für den Winter fit
Startklar für den Reifenwechsel

Münster -

Von O bis O, also von Oktober bis Ostern - so lautet die Regel für den Reifenwechsel. Für Vulkaniseurmeister Peter Voß beginnt jetzt die stressige Zeit, ein paar Tipps für Autofahrer hat er dennoch parat.

Mittwoch, 16.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 11:20 Uhr
Mit immer größeren Reifen haben es die Handwerksbetrieb zu tun. Peter Voß, Obermeister der Vulkaniseur-Innung Münster, verzeichnet bereits eine wechselfreudige Kundschaft, die von Sommer- auf Winterreifen umsteigt. Der Terminkalender in der Werkstatt füllt sich.
Mit immer größeren Reifen haben es die Handwerksbetrieb zu tun. Peter Voß, Obermeister der Vulkaniseur-Innung Münster, verzeichnet bereits eine wechselfreudige Kundschaft, die von Sommer- auf Winterreifen umsteigt. Der Terminkalender in der Werkstatt füllt sich. Foto: Matthias Ahlke

Noch scheint die Sonne und die Temperaturen bewegen sich im zweistelligen Plus-Bereich. Nur der goldene Oktober kann auch ebenso schnell wieder beendet sein, dann drehen die Autofahrer am Rad. Das bekommen Peter Voß und alle anderen Vulkaniseure in Münster immer wieder zu spüren. Dann stehen die Autofahrer in den Reifenbetrieben Schlange.

Peter Voß berichtet aus seinem eigenen Betrieb Drüppel & Vohs an der Grevener Straße, dass bei ihnen schon viel los sei. Zahlreiche Autofahrer machten jetzt ihre Fahrzeuge für den Winter vorsorglich fit.

Gut ausgelastet

„Wir sind schon gut ausgelastet“, meint der Vulkaniseurmeister, der zugleich auch Obermeister der Innung in Münster ist, mit Blick in den eigenen Terminkalender. „Bis Mitte nächster Woche wird es schon eng.“ Der 48-jährige Vulkaniseurmeister rät darum seinen Kunden, entweder Zeit mitzubringen oder sich vorsorglich einen festen Wechseltermin geben zu lassen.

Das Reifenlager bei Drüppel & Vohs ist gefüllt. „Die Reifen werden bedingt durch die größeren Fahrzeuge immer größer und schwerer“, sagt Voß.

Trend zum Ganzjahresreifen

Wenngleich auch der Trend zum Ganzjahresreifen zunimmt, bevorzugt Peter Voß nach wie vor einen typischen Winterreifen. Die Gummimischungen von Sommerreifen verlieren bei Kälte ihre Haftung auf den Straßen, erklärt der Fachmann. Harte Räder für den Sommer haften bei niedrigen Temperaturen weniger gut auf der Straße. Umgekehrt bereiteten die weichen Winterreifen in den kälteren Monaten Probleme beim Bremsen.

Für Voß gilt darum die Faustregel für einen Reifenwechsel: von O bis O – von Oktober bis Ostern fährt er auf Winderreifen ab.

Lebensgefährlich

Der Vulkaniseurmeister hält nichts davon, Räder selbst zu wechseln. Fehler können lebensgefährlich sein, meint er. Außerdem müssten Reifen richtig gelagert werden, damit sie eine längere Haltbarkeit haben. Für Voß ist auch das Auswuchten der Räder von großer Bedeutung. Außerdem sei die Mindestprofiltiefe überlebenswichtig.

Wer sich für Ganzjahresreifen entscheidet, dem rät Voß, regelmäßig den Luftdruck zu überprüfen. Dies hilft seiner Meinung nach dabei, die Lebensdauer der Reifen zu verlängern. Und außerdem werde so noch Kraftstoff gespart.

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