Hamburger Tunnel
Gestank kaum auszuhalten

Münster -

Es stinkt im Hamburger Tunnel – wieder einmal. Denn viele Passanten erleichtern sich vor allem in den Nachtstunden zwischen den Fahrradständern. Nun überlegt die Stadt, den Bereich öfter zu reinigen.

Mittwoch, 16.10.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 18:32 Uhr
Der Hamburger Tunnel am Hauptbahnhof Münster wird oft als Toilette missbraucht. Wird oft als Toilette missbraucht: Hamburger Tunnel
Der Hamburger Tunnel am Hauptbahnhof Münster wird oft als Toilette missbraucht. Wird oft als Toilette missbraucht: Hamburger Tunnel Foto: Matthias Ahlke

Im Hamburger Tunnel stinkt es mal wieder – und das nicht zu wenig. Seit Tagen hängt strenger Urin-Geruch in der Unterführung, rund um die Uhr, sowohl bei warmen Temperaturen als auch in der Kühle der Nacht. Ja, räumt auch Ordnungsamt-Mitarbeiter Michael Thomas ein, „zurzeit ist der Geruch wirklich massiv“.

Dies liege zum einen daran, dass dort aktuell wieder verstärkt Obdachlose übernachten. Zum anderen nutze das Partyvolk die Bereiche zwischen den Fahrradständen, um sich zu erleichtern. Das Service- und Kontrolldienst des Ordnungsamtes sei bis 22 Uhr und dann wieder morgens im Einsatz – was dazwischen geschieht, entziehe sich seinem Einfluss.

Zu teuer

Aktuell wird der Hamburger Tunnel von den Abfallwirtschaftsbetrieben täglich mit dem Besen gereinigt. „Optisch sieht er ja recht gut aus“, so die Einschätzung von Michael Thomas.

Eine deutlich gründlichere Nassreinigung erfolge vier Mal im Jahr. Ende des Jahres werde das Ordnungsamt entscheiden, ob das ausreicht – oder im kommenden Jahr sogar alle zwei Monate nass gereinigt wird. Viel mehr gehe nicht, betont Thomas – die Nassreinigung sei zu teuer.

Starke Geruchsbelästigung

Damit es in der Zeit zwischen den gründlichen Reinigungen nicht zu allzu starker Geruchsbelästigung kommt, stehe die Stadt in Kontakt zum Quartiersmanagement, das wiederum in engem Kontakt zu den Einrichtungen rund um den Hauptbahnhof steht.

Die nächste Nassreinigung soll nach dem Wunsch von Thomas noch vor den Weihnachtsmärkten im November erfolgen – auch dann, wenn die Räder nicht entfernt werden können.

Eine dauerhafte Lösung des Problems wird wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen. Die Fahrradständer sollen nämlich erst dann wieder aus dem Tunnel verschwinden, wenn das Fahrrad-Parkhaus auf der Ostseite des Hauptbahnhofs fertiggestellt ist.

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