Instrumental-Festival „Golden Silence“
Singen ist Silber, Schweigen ist Gold

Münster -

Es geht auch ohne Gesang: Am 2. November (ab 16.30 Uhr) geht im Skaters Palace das bundesweit erste Festival für instrumentale Musik über zwei Bühnen. Wer hat‘s erfunden? Eine Band aus Münster.

Montag, 21.10.2019, 21:00 Uhr
Braucht keine Mikros: Das münsterische Instrumentalrockquartett Long Distance Calling veranstaltet das erste „Golden Silence Festival“ am 2. November im Skaters Palace in zwei Hallen mit Bands aus der Schweiz, Luxemburg, Berlin und Münster.
Braucht keine Mikros: Das münsterische Instrumentalrockquartett Long Distance Calling veranstaltet das erste „Golden Silence Festival“ am 2. November im Skaters Palace in zwei Hallen mit Bands aus der Schweiz, Luxemburg, Berlin und Münster. Foto: Vincent Grundke

Silence is Golden“ sangen schon 1964 The Four Seasons und The Tremeloes machten den Song 1967 vollends zum Hit. Im Mittelpunkt des Evergreens stand immer der einprägsame Gesang. Ganz ohne Stimmen, dafür mit umso mehr musikalischer Ausdruckskraft, geht am 2. November (ab 16.30 Uhr) im Skaters Palace das bundesweit erste Festival für instrumentale Musik über zwei Bühnen.

Das „Golden-Silence-Festival“ wird von der Post-Rock-Band Long Distance Calling (LDC) veranstaltet, die seit 13 Jahren von Münster aus Fachkritik und Publikum mit rein instrumentaler Breitwand-Rockmusik begeistert. „Weil Musik ohne Lyrics einfach seinen ganz besonderen Charme hat“, sagen Bassist Jan Hoffmann und Schlagzeuger Janosch Rathmer. „Man kann sich so gut auf die Musik einlassen. Vom Gesang wird man relativ schnell abgelenkt“, sagt Hoffmann. „Für viele ist Instrumentalmusik daher ein stiller Angelpunkt in einem Sturm vieler Worte.“

Handgemachtes im Fokus

Die Hauptorganisatoren des Festivals wollen das stilübergreifend unter Beweis stellen, mit einem gesunden Mix aus experimentellen und eingängigen Sounds bei größtmöglicher Bandbreite, wie sie es beschreiben.

Handgemachtes stehe eindeutig im Fokus, aber die Übergänge zur elektronischen Musik seien fließend. In diese Kategorie fallen auch die Luxemburger Groove-Math-Rocker Mutiny On The Bounty mit Poly-Melodien zwischen treibendem Schlagzeug-Rhythmus und Gitarrenspiel. Für experimentellen Techno abseits stumpfer Charts-Beats steht die Berliner Band Kuf, für New-Age-Hip-Hop das Münsteraner Duo Curls & Nods.

Lokalmatadoren als Anschubhilfe

Mit dabei sind auch die Schweizer Psychedelic-Space-Rocker „Monkey3“ (als Ersatz für die zunächst eingeplanten Schweden von EF), die mit ihren tranceartigen Sequenzen für ein zeitgemäßes Update des Sounds von Pink-Floyd oder The Alan Parsons Project sorgen.

Die Lokalmatadoren von Long Distance Calling werden als Anschubhilfe das erste „Golden-Silence-Festival“ als Headliner beschließen – mit dem Live-Release ihres am Festivaltag erscheinenden ersten Doppel-Live-Albums „Stummfilm“ (eine Zeitreise durch die Bandgeschichte, aufgezeichnet bei einem Konzert in der Kulturkirche in Hamburg-Altona).

„Bei den nächsten Golden-Silence-Festivals fungieren wir dann nur noch als Veranstalter. Auch wenn es reichlich Arbeit gab mit der Finanzierung, dem Booking, der Logistik, der technischen Ausstattung und dem Vertrieb, bilanziert Hoffmann die Festival-Premiere als Veranstalter sehr positiv: „Es ist als Musiker wichtig, auch mal die anderen Seiten des Business kennenzulernen.“

Zum Thema

„Golden Silence Festival“, 2. November (Samstag), Einlass 16 Uhr, Beginn 16.30 Uhr, Skaters Palace, Dahlweg 126, VVK 38,80 €, Tickets im Netz gibt es hier .

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