Ausstellung zum Thema Tierversuche im VHS-Forum
Das Leiden im Labor

Münster -

Tierversuche gelten seit gut hundert Jahren in weiten Teilen der Forschung als unumgänglich. Und in Deutschland muss ein Medikament, bevor es zugelassen wird, in einem Tierversuch getestet werden. Inzwischen gibt es jedoch gute Alternativmethoden – wie eine neue Ausstellung im VHS-Forum zeigt, die am Montag (28. Oktober) eröffnet wird.

Donnerstag, 24.10.2019, 12:00 Uhr
Ausstellung zum Thema Tierversuche im VHS-Forum: Das Leiden im Labor
Tierversuche gibt es seit gut hundert Jahren. Dank neuer Verfahren wären nicht alle von ihnen heutzutage mehr nötig Foto: pd

Warum gibt es Tierversuche in der Forschung? Und was wird mit den Tieren gemacht? Sind Tierversuche notwendig für den medizinischen Fortschritt?

Die Volkshochschule präsentiert ab Montag (28. Oktober) im VHS-Forum am Aegidiimarkt 2 die Ausstellung „Das Leiden im Labor – Wege aus dem Tierversuch“ des Vereins Ärzte gegen Tierversuche.

Tierversuchsfreie Verfahren

Die Ausstellung mit großformatigen Infotafeln stellt tierversuchsfreie Verfahren dar und postuliert, dass die Forschung am Tier „unzuverlässige Ergebnisse bringe und ethisch nicht tragbar“ sei, wie es in einer Ankündigung heißt. Eine Kombination aus Testmethoden liefere – im Gegensatz zum Tierversuch – genaue und für den Menschen relevante Ergebnisse, so neuere wissenschaftliche Erkenntnisse.

Insgesamt 15 Tafeln, die 2015 überarbeitet wurden, informieren über einzelne Tierversuche und über Forschungsmethoden, die Tierversuche ersetzen können, zum Beispiel durch tierversuchsfreie, menschennahe und personalisierte Methoden wie den Multi-Organ-Chip. In der Ausstellung erfahren Besucher, wie so ein Chip funktioniert.

Drei Vorträge ergänzen Schautafeln

In drei Vorträgen zu theologisch-ethischen, medizinischen und ernährungsgesundheitlichen Aspekten wird im Rahmenprogramm zur Ausstellung zudem vertiefenden Fragestellungen nachgegangen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Zum Thema

Das Programm:

► Montag (28. Oktober) 18 Uhr: Ausstellungseröffnung

► Mittwoch (30. Oktober), 18 Uhr: Vortrag „Verzweiflung, Angst und Schmerz. Das Leid der Tiere erfahren“, mit Dr. Simone Horstmann, katholische Theologin an der TU Dortmund

► 4. November (Montag), 18 Uhr: Vortrag „Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“, mit Diplom-Biologin Julia Radzwill, Ärzte gegen Tierversuche

► 8. November (Freitag), 18 Uhr: Vortrag „Was hat denn unsere Ernährung mit Tierversuchen zu tun?“, mit Dr. med. Eva Kristina Bee, niedergelassene Ärztin und Vorstandsmitglied Ärzte gegen Tierversuche, sowie Astrid Beckmann, Ernährungsberaterin.

Die Ausstellung ist bis zum 15. November montags und mittwochs von 10 bis 16 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie dienstags und freitags von 10 bis 13 Uhr zu sehen. Ein Flyer mit allen Infos und Terminen ist im VHS-Infotreff, Aegidiimarkt 3, Telefon 4 92 43 21, erhältlich oder unter vhs.muenster.de.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7018204?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Mehr Glanz für die Promenade
Münsters grünes Glanzstück, die Promenade, soll nach einer umfassenden Bestandsaufnahme komplett saniert werden. Dafür will die Stadtverwaltung im kommenden Jahr ein Gesamtkonzept vorstellen.
Nachrichten-Ticker