Shire Horses im Pferdemuseum
Ein riesiges Pferdevergnügen

Münster -

Riesen-Besuch im Pferdemuseum: Am Wochenende konnten Besucher Exemplare der größten Pferderasse der Welt bewundern. Die Shire-Horses sorgten für viel Aufsehen.

Montag, 28.10.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 16:48 Uhr
Drei große Shire Horses waren am Sonntag im Westfälischen Pferdemuseum zu Gast.
Drei große Shire Horses waren am Sonntag im Westfälischen Pferdemuseum zu Gast. Foto: con

Die größte Pferderasse der Welt war am Sonntag im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo zu Gast. Warrior (fünf Jahre), Judy (drei Jahre) und Moses (sechs Jahre) haben alle denselben Vater: Jimmy, ein englisches Shire Horse. Sie sind viel unterwegs: auf Messen und Shows, kürzlich etwa in Dortmund bei der „Hund und Pferd“ – und am Sonntag präsentierten sie sich vor münsterischen Pferde-Freunden.

Besonders viele Kinder waren in der Arena dabei, als die sanften Riesen ihre Runden drehten. Sie waren – passend zum Zoo-Ambiente – als Löwe und Zebra geschmückt. Sie zeigten, dass sich diese Kaltblüter sogar reiten lassen und keine Angst vor Plastikbooten und Flaschen haben.

50 Menschen begeistern sich in der „Shire Connection Schönborn“ für diese Rasse, züchten und dressieren sie, als Hobby und aus Leidenschaft. Mehrmals im Jahr ist die Gruppe auch in Münster zu sehen. Hier allerdings nicht in Shows mit Feuerkreisen oder brennenden Hängern, sondern eher kindgerecht und mit Streichelzeit im Anschluss.

Nach Münster reisten die drei Pferde mit zehn Menschen an. Zwei Boxen gibt es im Pferdemuseum für die Tiere, doch da sich die Pferde gut vertragen, war der Besuch auch mit drei Pferden zu managen. Wie andere Artgenossen sind die Shire Horses sehr sensibel. Sie waren aufgeregt, vor so vielen Menschen am Sonntagvormittag ihre Runden zu drehen, doch sie bewiesen auch viel Geduld.

Sie werden in allen Farben gezüchtet, nur nicht als Fuchs, das ist bei dieser Rasse nicht erlaubt. In ganz Deutschland gibt es nur rund 1000 Shire Horses, in ihrer Heimat England selbstverständlich viel mehr. Sie stammen dort aus den Midlands, wo die Landstriche auf „shire“ enden – daher der Name. Als Arbeitspferde wurden sie gezüchtet, kein Wunder angesichts der Größe und Kraft der Tiere. Auch als Kutschpferde werden sie eingesetzt. Es gibt nur wenige Experten in Deutschland, die sie ausbilden.

Die kleine Elisa mit ihren drei Jahren hatte keine Angst, die großen Tiere zu streicheln. Allerdings erklärte ihre Mutter, dass sie große Pferde von zu Hause gewohnt sei: Die Friesenstute Loki gehöre zur Familie. „Viel zu wenig Angst hat sie“, erzählte die Mutter über ihre kleine Tochter, die auch am Sonntag gar nicht genug von den großen Tieren bekam.

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