PSD-Bürgerprojekt
Südviertelbüro - das unscheinbare Herz

Münster -

Das Südviertelbüro hat sich für die Finalrunde des diesjährigen psd-Bürgerschaftsprojekts qualifiziert. Mit einem bescheidenen Ziel – jedenfalls gemessen an den dort zu findenden Angeboten.

Montag, 28.10.2019, 15:30 Uhr
Bodo Sommer (v.l.), Kristof Nierowa, Birgit Hövermann und Kerstin Beumer sind das Orga-Team des Südviertelbüros, aber nur ein kleiner Teil derer, die die Anlaufstelle und damit letztlich das Viertel mit Leben füllen.
Bodo Sommer (v.l.), Kristof Nierowa, Birgit Hövermann und Kerstin Beumer sind das Orga-Team des Südviertelbüros, aber nur ein kleiner Teil derer, die die Anlaufstelle und damit letztlich das Viertel mit Leben füllen. Foto: Björn Meyer

„Es ist hier vielleicht ein bisschen eng um die Hüften“, sagt Birgit Hövermann , als sie sich an diesem Morgen im Südviertelbüro umschaut. Nun lässt sich an der Größe des seit 21 Jahren bestehenden Südviertelbüros nicht mehr viel ändern. Mit dem Plan aber, zumindest das Innere etwas mehr herauszuputzen, sind die Verantwortlichen in die Finalrunde des diesjährigen PSD-Bürgerprojekts eingezogen.

1000 Euro gab es dafür: „angestrichen haben wir daher schon in Eigenleistung“, sagt Hövermann lächelnd und zeigt auf die weißen Wände. Geht es nach den Ehrenamtlichen, soll damit aber nicht Schluss sein. Denn zwar bietet die Anlaufstelle nahezu täglich ganz verschiedenen Angeboten Platz, wirklich zeitgemäß ist das Interieur aber nicht mehr. Es gehe darum, nicht mehr so sehr improvisieren zu müssen, aber auch Arbeitsrecht- und Datenschutzbestimmungen einzuhalten, betont Kerstin Beumer , die genau wie Birgit Hövermann zum Orga-Team des Südviertelbüros gehört.

Menschen zusammenbringen

Kurzum: „Wir wollen die Multifunktionalität stärken“, sagt Christof Niewora – und das aus gutem Grund. Immerhin ist dient das Südviertelbüro ein ganz unterschiedlichen Klientel. „Es ist hier ein bisschen wie bei Pipi Langstrump. Man kann sich die Welt machen, wie sie einem gefällt und bekommt hier Hilfe“, sagt Kerstin Beumer. Man wolle etwas Positives in Viertel rein- und Menschen zusammenbringen. Menschen steht dabei als Begriff für einen bunten Mix aus münsterischen Bürgern. Genauso bunt eben, wie das Südviertel selbst.

Auch wenn gerade dieses Thema derzeit, laut Aussage des Teams, viele im Südviertel bewegt. Die Gentrifizierung im Viertel schreite voran. Immer häufiger würden Bewohner des Südviertels ins Büro kommen, die sich aufgrund der steigenden Preise ihre Mieten nicht mehr leisten könnten, erzählt Hövermann. Ändern könne man diese Entwicklung vielleicht nicht, sagt Hövermann und Nierowa ergänzt: „aber wir können klappern, und Leute aktivieren.“ Politik, Verwaltung, Bürgerschaft zusammenzubringen – seit je her sieht das Südviertelbüro darin eine zentrale Aufgabe seines Daseins.

2500 Euro werden benötigt

Doch auch für all die kleinen Angebote, etwa Sozialberatung, Vorträge, Brettspiel- oder Selbsthilfegruppe soll der Aufenthalt im Büro annehmlicher werden. Rund 2500 Euro brauche man dafür, glauben die Ehrenamtlichen. Eine durchaus bescheidene Summe für das unscheinbare kleine Herz, das direkt an der Lebensader Hammer Straße liegt und für ein, so Nierowa, „wunderbares, attraktives Viertel“ schlägt.

Zum Thema

Der Verein Südviertel ist mit dem Südviertelbüro für die Finalrunde des diesjährigen PSD-Bürgerprojekts unter dem Motto „Neue Vielfalt in unserer Gesellschaft“ nominiert. Die Auszeichnung der Siegerprojekte erfolgt am 8. November um 17 Uhr im Rahmen einer Feierstunde im Haus der PSD Bank in Münster.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7028500?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Legenden, Freaks und coole Socken
Kinder der Kita St. Peter und Paul in Nienborg singen im Karaoke-Studio „Däpp Däpp Däpp, Johnny Däpp Däpp“ . . .
Nachrichten-Ticker