Veloroute am Kanal
Die Beleuchtung wandert mit

Münster -

Am Kanalufer zwischen Hiltrup und Senden soll eine Veloroute entstehen. Besonderer Clou wird die Straßenbeleuchtung sein. Die Pläne liegen jetzt vor.

Montag, 28.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 19:04 Uhr
Die Kanalpromenade soll im ersten Schritt vom Osttor Richtung Senden als Veloroute – hier eine Animation – ausgebaut werden.
Die Kanalpromenade soll im ersten Schritt vom Osttor Richtung Senden als Veloroute – hier eine Animation – ausgebaut werden. Foto: Stadt

Die Planungen für die Veloroute entlang des Dortmund-Ems-Kanals Richtung Senden sind abgeschlossen und werden nun vom Amt für Mobilität und Tiefbau am 7. November in der Bezirksvertretung Hiltrup vorgestellt, so dass der Beschluss für den Ausbau dieses Abschnitts vom Osttor bis zur Stadtgrenze am 19. November im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen gefasst werden kann. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2020 geplant.

Adaptive Straßenbeleuchtung

Der auf dem Stadtgebiet Münster 27 Kilometer lange Betriebsweg am Kanal soll zunächst auf zehn Kilometern Länge vom Osttor bis zur Stadtgrenze Richtung Senden ausgebaut werden. Der Weg wird auf drei bis vier Meter verbreitert, mit einer Asphaltdeckschicht versehen und mit einer so genannten adaptiven Straßenbeleuchtung ausgestattet. Besonders diese innovative Straßenbeleuchtung soll zu einer komfortabel nutzbaren, alltagstauglichen Radwegeverbindung beitragen. Die spezielle Beleuchtung sorgt dafür, dass jeweils nur die Streckenabschnitte hell ausgeleuchtet werden, auf denen sich Radfahrer oder Fußgänger bewegen. So sollten sowohl die Belange der Sicherheit als auch des Naturschutzes berücksichtigt werden. Denn durch die Sensoren „wandert“ der Lichtkegel über den Streckenverlauf mit den Radfahrern mit und wird danach wieder heruntergeregelt.

Kanalpromenade bekommt bedeutsame Rolle

„Die Kanalpromenade wird eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Pkw sein und nimmt eine bedeutsame Rolle im Radnetz der Stadt(region) Münster ein. Mit dieser innovativen Technik leistet Münster einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz durch Energieeinsparung und Förderung nachhaltiger Mobilität. Zugleich wird die Sicherheit deutlich erhöht“, erläutert Stadtbaurat Robin Denstorff.

Radfahrer wie auch Fußgänger sollen vor allem in der dunklen Jahreszeit von der erhöhten Sicherheit durch die „adaptive“ Beleuchtung auf dem Kanalweg profitieren. Ein weiterer Nebeneffekt: Durch die „Beleuchtung auf Abruf“ können Energieeinsparungen von bis zu 70 Prozent erreicht werden. „Eine wirkliche Win-Win-Situation für Mensch und Natur“, freut sich Denstorff.

Baukosten: 2,6 Millionen Euro

Für dieses Projekt hat sich die Stadt Münster erfolgreich um Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums aus dem Programm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ beworben. Die Baukosten werden mit 2,6 Millionen Euro kalkuliert.

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