Stadtforum am Germania-Campus
Auf dem Weg zur „smarten Stadt“

Münster -

Oberbürgermeister Markus Lewe hat am Montagabend Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Initiativen zu einem Stadtforum eingeladen, um im Factory-Hotel am Germania-Campus über das Konzept der „Smart City“ zu diskutieren. Unter den Gästen war auch NRW-Minister Andreas Pinkwart.

Dienstag, 05.11.2019, 07:00 Uhr
Am Stadtforum zur Digitalisierung nahmen teil (v.l.): Dr. André Wolf (Stadt Münster), Stadtrat Robin Denstorff, NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und Oberbürgermeister Markus Lewe.
Am Stadtforum zur Digitalisierung nahmen teil (v.l.): Dr. André Wolf (Stadt Münster), Stadtrat Robin Denstorff, NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und Oberbürgermeister Markus Lewe. Foto: Matthias Ahlke

Digitalisierung ist inzwischen in vielen Lebensbereichen Wirklichkeit geworden. Dies gilt auch für Münster, das sich auf den Weg macht, eine „Smart City“ zu werden. Smart City steht für Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität und die Stärkung Münsters als attraktiver Wirtschaftsstandort, teilt die Stadt mit. Durch intelligente Vernetzung von Systemen und Menschen können Kosten reduziert, Ressourcen gespart und eine effektivere Steuerung der Stadt realisiert werden.

Oberbürgermeister Markus Lewe hatte am Montagabend Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Initiativen zu einem Stadtforum eingeladen, um im Factory-Hotel am Germania-Campus über das Konzept der „Smart City“ zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Welche smarten Projekte gibt es schon in Münster? Welche Partner braucht es für die digitale Stadtentwicklung? Welche Ideen und Wünsche hat die Wirtschaft – und welche Bedürfnisse haben die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt?

Konzepte für die digitale Ära

Zwei externe Experten gaben Impulse für die Diskussion. Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, machte deutlich: „Münster hat es verstanden, die Digitalisierung dort nutzbar zu machen, wo sie einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger bietet. Das Forum ‚Digitalisierung findet Stadt‘ zeigt eindrucksvoll, welche Smart-City-Projekte das Münster von morgen noch smarter machen.

Die Landesregierung wird die Kommunen auf diesem Weg weiterhin unterstützen und hat beispielsweise im Rahmen der Digitalisierungsstrategie zahlreiche Fördermöglichkeiten bereitgestellt.“ Dr. Andreas Brill aus Duisburg entwickelt als Vordenker und Berater seit Mitte der 1990er-Jahre Konzepte für die digitale Ära. Er machte deutlich, wie rasant die Entwicklung der digitalen Welt verglichen mit dem Industriezeitalter ist.

Für Dr. André Wolf war das Stadtforum der erste öffentliche Auftritt als „Chief Innovation Officer“. Er ist seit dem 1. September bei der Stadt verantwortlich für das Thema Smart City Münster.

20 Akteure an Bord

Als „Chefkümmerer“ will er Antreiber, Motivator und Moderator zugleich sein. „Digitalisierung ist kein in sich abgeschlossenes und befristetes einzelnes Projekt. Es handelt sich um einen fortlaufenden, dauerhaften Prozess. Das Ziel ist: wir wollen uns das Leben leichter machen“, so Wolf.

Stadtbaurat Robin Denstorff betonte: „Die Entwicklung der Stadt der Zukunft ist eine Gemeinschaftsaufgabe für Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, damit das Münster von morgen ein noch besseres ist als das Münster von heute. Wir wollen alle entscheidenden Akteure zusammenbringen. Dafür werden wir ein Smart City-Netzwerk gründen.“ Es seien bereits 20 Akteure an Bord, und das Interesse wachse.

Oberbürgermeister Markus Lewe hob hervor: „Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Die Nutzung digitaler Technologien muss für alle Lebensbereiche unserer Stadt eine Relevanz haben und klaren Nutzen bringen.“

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Von der Mondstraße zum Servatiiplatz (v.l.) Stadtbaurat Robin Denstorff, Studioleiterin Andrea Benstein, Oberbürgermeister Markus Lewe, Dr. Carsten Wildemann (Leiter der WDR-Gebäudewirtschaft), Dr. Christian Jäger (Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau) und Dr. Thomas Robbers (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster) stellten die gemeinsamen Pläne von Stadt und WDR vor.
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