Till Hoheneneder im Hot Jazz-Club
Musizierender Comedian

Münster -

Mit Till Hoheneder einmal durch die Classic-Rock-Geschichte und zurück. Der musizierende Comedian brachte seine Begleitband „The Slowhand All Stars“ am Samstagabend mit in den Hot Jazz Club und bereitete den 130 Gästen einen launigen Abend.

Montag, 04.11.2019, 21:30 Uhr
Till Hoheneder (r.) führte mit seiner Begleitband im Hot Jazz Club durch die Classic-Rock-Geschichte
Till Hoheneder (r.) führte mit seiner Begleitband im Hot Jazz Club durch die Classic-Rock-Geschichte Foto: Jörn Krüßel

„Wenn´s euch nicht gefällt, stellt euch einfach vor, ich wär Mario Barth !“, eröffnete Till Hoheneder den Abend, nachdem er sich auf die Bühne gekämpft hatte. Der Entertainer ist also noch drin in Hoheneder, 30 Jahre im Showgeschäft haben ihre nachhaltigen Spuren hinterlassen, und das ist gut so.

Comedy-Preisträger und Buchautor, verankert in der deutschen Comedy-Szene um Atze Schröder und Gabi Köster, das Renommee von Hoheneder ist groß. „Die Dinge sind zu mir gekommen, ich hab sie angenommen und ich hab irgendwas draus gemacht – und offensichtlich nicht zum schlechtesten.“

Dylan- und Clapton-Interpretationen

Pragmatisches Selbstbewusstsein ist also seine Sache, und genauso präsentiert er sich heute auch als Musiker. Stand zu Till-und-Obel Zeiten in den Neunzigern noch der Comedian im Vordergrund, begegnet man heute dem ernsthaften Musiker.

Das ist nicht nur ein Zeichen der Reife, sondern auch des Respekts gegenüber seinem Programm: Bob Dylan und Eric Clapton, die Idole des gebürtigen Hammers, verdienen schließlich eine angemessene Interpretation.

Und die konnte sich sehen lassen. Mit Michael Dommers an der Gitarre und Drummer Jürgen Friesenhahn hatte er lang gediente Virtuosen dabei, Peter Jureits verlieh den Songs mit seinem Akkordeon immer wieder eine spezielle Note.

Kenntnisreicher Führer durchs Oldie-Programm

Klassiker wie „Like a Rolling Stone“ oder „I shot the Sheriff“ sind nicht tot zu kriegen, und auch Jimi Hendrix wurde mit einem wuchtigen „All along the Watchtower“ Tribut gezollt. Den Gang von der Bühne ersparte sich Hoheneder, er sei „zu alt für sowas“.

Stattdessen ging es direkt zum finalen „Purple Rain“ von Prince, schön ausgiebig zum Mitsingen zelebriert. Auch wenn er sich so manchen Witz nicht verkneifen konnte, als kenntnisreicher Führer durch sein Oldie-Prgramm machte Till Hoheneder eine gute Figur.

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