Vorschlag der SPD
Kostenfreies Fahrradparken im Parkhaus

Münster -

Sicher und wettergeschützt: Diese beiden Vorzüge der Fahrradstellplätze im Parkhaus Bremer Platz scheinen dem gemeinen Münsteraner und auswärtigen Pendlern nicht auszureichen – sie parken ihre Leezen weiterhin wild rund um den Hauptbahnhof. Die SPD in der Bezirksvertretung Mitte will sie jetzt mit einem kostenfreien Monat locken.

Mittwoch, 06.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 20:16 Uhr
Ein Blick ins das Parkhaus Bremer Platz 
Ein Blick ins das Parkhaus Bremer Platz  Foto: Matthias Ahlke

Weil das vergleichsweise neue Angebot zum Fahrradparken im Parkhaus Bremer Platz noch nicht sonderlich stark nachgefragt ist, fordert die SPD in der Bezirksvertretung Mitte, für Interessenten dort einen kostenfreien Monat zu ermöglichen. „Wir erhoffen uns damit, Radfahrer ins Parkhaus zu locken“, begründete SPD-Fraktionsvorsitzende Marita Otte den am Dienstag eingebrachten Antrag. Weitere Werbemaßnahmen sollen die Aktion um den kostenfreien Parkmonat begleiten.

„Die Fahrräder werden weiterhin rund um das Parkhaus auf den Bürgersteigen abgestellt“, heißt es in der Begründung des SPD-Antrags. Dort sei mit einem Rollator oder Rollstuhl kein Durchkommen mehr.

Probemonat als Anreiz

Mit dem einmonatigen kostenfreien Fahrradparken soll der Bekanntheitsgrad der Abstellmöglichkeit im Parkhaus erhöht und größere Akzeptanz für Fahrradparkplätze geschaffen werden.

Die SPD geht davon aus, dass nach dem Probemonat „viele das Angebot nutzen werden, im Parkhaus Bremer Platz ihr Fahrrad sicher und wettergeschützt abzustellen, auch wenn sie dafür einen kleinen Beitrag zahlen müssen“.

Fahrrad-Situation am Hauptbahnhof Münster

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  • Bis Ende Januar 2018 war hinter diesem Zaun an der Bremer Straße Platz für knapp 1.800 Fahrräder. Für die Bauarbeiten an der Ostseite des Hauptbahnhofs musste der Bereich geräumt werden. Bis zur geplanten Fertigstellung der neuen Gebäude in zwei Jahren müssen die Radfahrer auf alternative Stellplätze ausweichen.

    Foto: Christine Bader
  • Im Hamburger Tunnel hat die Stadt Münster Mitte 2017 Doppelstockständer für 400 Fahrräder aufgestellt. Diese können den Bedarf allerdings noch lange nicht decken.

    Foto: Christine Bader
  • Zu Stoßzeiten ist es schwer, einen regulären Stellplatz zu finden. Außer den Doppelstockständern im Hamburger Tunnel gibt es nur die Radstation als überdachte Abstell-Alternative. Aber auch diese ist regelmäßig ausgebucht.

    Foto: Christine Bader
  • Die Fahrradflut vor dem Hamburger Tunnel prägt seit langem das Bild auf der Vorderseite des Hauptbahnhofes.

    Foto: Christine Bader
  • Pläne, Fahrradparkplätze im Parkhaus Bahnhofsstraße einzurichten, hat die Stadt Münster wieder verworfen. Stattdessen muss der Berliner Platz als Stellplatz herhalten.

    Foto: Melina Liethmann
  • Am Berliner Platz reihen sich die Fahrräder an- und aufeinander.

    Foto: Melina Liethmann
  • Die offiziellen Stellplätze reichen längst nicht für alle Leezen: Wer „wildparkt“ läuft Gefahr, abgeschleppt zu werden. Wiederfinden kann man sein Fahrrad bei der Fahrradfundstelle am Industrieweg.

    Foto: Melina Liethmann
  • In der Hektik den Zug zu erwischen, passiert auch mal das ein oder andere Missgeschick.

    Foto: Melina Liethmann
  • Auch Fußgänger bekommen die Fahrradparkplatz-Knappheit zu spüren. Viele Radler weichen auf den Gehweg aus.

    Foto: Melina Liethmann
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