Ausstellung im Landesmuseum eröffnet
Turner begeistert Münster

Münster -

1000 Besucher bei der offiziellen Eröffnung, bereits 600 gebuchte Führungen: Die Ausstellung mit Werken des britischen Malers J.M.W. Turner im LWL-Landesmuseum am Domplatz scheint sich zum Publikumsrenner zu entwickeln.

Freitag, 08.11.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 10.11.2019, 17:46 Uhr
Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur (r.), und der Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson, eröffneten am Donnerstagabend die Turner-Ausstellung „Horror and Delight“.
Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur (r.), und der Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson, eröffneten am Donnerstagabend die Turner-Ausstellung „Horror and Delight“. Foto: Oliver Werner

Er habe „Herzflattern“, bekennt Dr. Hermann Arnhold , der Leiter des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz, als er seine Augen durchs Foyer schweifen lässt. Mehr als 1000 Kunstbegeisterte sind am Donnerstagabend zur Eröffnung der Ausstellung „J.M.W. Turner – Horror and Delight“ gekommen – das ist rekordverdächtig. „Wäre Turner heute hier“, sagt Arnhold, „er wäre glücklich.“ Wie populär der vor 168 Jahren verstorbene britische Maler nach wie vor ist, belegt eine weitere Zahl: Es sind bereits 600 Führungen gebucht worden. Wegen des großen Andrangs sind die mehr als 100 Werke bis zum 26. Januar von Turner freitags bis sonntags sogar bis 20 Uhr zu bewundern.

Turner-Ausstellung im Landesmuseum eröffnet

1/22
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Unter den vielen Ehrengästen ist am Donnerstagabend der Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson . Das Londoner Museum hat alleine 80 Werke von Turner zu der Ausstellung beigesteuert. Auch bei der Henry-Moore-Ausstellung (2016) arbeiteten die beiden Häuser zusammen – und ein drittes gemeinsames Projekt sei bereits in Planung, berichtet Farquharson – behält allerdings Details für sich. Die Ausstellung, die nun in Münster zu sehen ist, bezeichnet er als „wonderful“.

Schirmherr der Schau ist der Britische Botschafter in Deutschland. Er wird bei der Eröffnung von Rafe Courage vertreten, dem Britischen Honorarkonsul für NRW. „Horror and Delight (Horror und Verzückung) – ich dachte, die Ausstellung hätte etwas mit dem Brexit zu tun“, merkte Courage an – um dann Sorgen vor dem Brexit zu streuen: Die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Kontinent seien älter als die EU, „wir teilen 1500 Jahre Geschichte und die gleichen Werte und Interessen“.

Zu den Förderern der Ausstellung zählt – neben dem Land NRW, der Stiftung Kunst³, der LWL-Stiftung sowie Brillux und der Sparkasse Münsterland Ost – auch die Rudolf-August-Oetker-Stiftung. „Diese Ausstellung ist ein wirkliches Highlight“, betont Dr. Monika Bachtler vom Kuratorium der Oetker-Stiftung. „Das war ausschlaggebend für unsere Förderung.“

Für LWL-Direktor Matthias Löb ist die Turner-Ausstellung ein Beleg, „dass es Hochkultur nicht nur in Düsseldorf oder Berlin gibt“. Er hebt hervor, dass Münster die einzige Station der Schau in Deutschland ist – zuvor war sie in Luzern zu sehen, danach wird sie nach Nashville und Quebec weiterziehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7051032?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Warum die Niederlande das Tempo auf Autobahnen drosseln
Langsameres Fahren für besseres Klima: Warum die Niederlande das Tempo auf Autobahnen drosseln
Nachrichten-Ticker