Neues Werk in Brandenburg
Gefährdet Tesla die Batterieforschung in Münster?

Münster -

Die spektakuläre Ankündigung des Elektroauto-Herstellers Tesla, ein Werk in Brandenburg zu bauen, sorgt in der Politik für Euphorie. Doch in Münster könnte der Schritt den Batterieforschungsstandort in Frage stellen.

Mittwoch, 13.11.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 18:15 Uhr
Das neue Tesla Model Y soll auch in Brandenburg gefertigt werden.
Das neue Tesla Model Y soll auch in Brandenburg gefertigt werden. Foto: Hannes Breustedt/dpa

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will seine europäische Fabrik im Umland von Berlin bauen. Tesla-Chef Elon Musk verkündete das überraschend in Berlin. Das Werk solle in der Nähe des geplanten Hauptstadtflughafens BER entstehen. Die „Gigafactory“ soll zunächst den künftigen Kompakt-SUV Model Y sowie auch Batterien und Antriebe bauen, hieß es. Musk will 6000 bis 7000 Arbeitsplätze schaffen.

Wenn Sie den folgenden Twitter Beitrag ansehen möchten, aktivieren Sie diesen bitte über den Button. Mit der Aktivierung des Beitrags erklären Sie sich damit einverstanden, dass Daten an Twitter übermittelt werden.

Für die Batterieforschung in Münster könnten die Tesla-Pläne Folgen haben. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen sagte unserer Zeitung: „Die geplante Batterieforschung in Münster ist unnötig, wenn große Konzerne diese Entwicklung übernehmen.“ Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart lobte indes Tesla. Auch NRW hoffe jetzt auf Zulieferaufträge.

Ein Kommentar zum Thema

Besser spät als nie. Nachdem deutsche Autobauer in den vergangenen Monaten eine radikale Wende hin zu mehr Elektromobilität vollzogen haben, bedeutet Elon Musks Ankündigung, die europäische Tesla-Fabrik in Brandenburg bauen zu wollen, einen weiteren Schub in Richtung E-Mobilität. Musk hat – aus guten Gründen – erkannt, dass im deutschen Automobilbau inklusive der breiten Palette an Zulieferfirmen viel Know-how versammelt ist. Bei der Batterieforschung sollte sich Deutschland allerdings nicht auf ausländische Konzerne verlassen und an subventionierter Batterieforschung festhalten. | Von Jürgen Stilling

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7063809?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Jutta van Asselt ist im Theater zu Hause
Jutta van Asselt an einem ihrer Lieblingsplätze – dem Zuschauerraum des Schauspielhauses.
Nachrichten-Ticker