Weltfrühchentag im St.-Franziskus-Hospital
„Harte Zeit voller Angst“

Münster -

Ein Frühchen braucht intensive Betreuung. Familie Hussein aus Steinfurt brauchte diese Betreuung gleich doppelt, denn zwei ihrer Kinder kamen deutlich zu früh auf die Welt. Im St.-Franziskus-Hospital erhielten sie umfassende Unterstützung und Begleitung.

Sonntag, 17.11.2019, 14:00 Uhr
Eltern von Frühchen treffen sich am Sonntag zum Weltfrühchentag im Marienhaus am St.-Franziskus-Hospital
Eltern von Frühchen treffen sich am Sonntag zum Weltfrühchentag im Marienhaus am St.-Franziskus-Hospital. Foto: St. Franziskus-Hospital

Frühchen-Versorgung ist Team-Arbeit: Darauf weist das St.-Franziskus-Hospital in einer Pressemitteilung anlässlich des „Internationalen Welttags der Frühgeborenen“ am Sonntag (17. November) hin. Um den Familien mit Frühgeborenen nach langem stationären Aufenthalt einen guten Start zu Hause zu ermöglichen, arbeitet die Kinder-Intensivstation des Hospitals seit 2006 eng mit dem „Bunten Kreis Münsterland“ zusammen. Für Familie Hussein aus Steinfurt ist diese Unterstützung doppelt wichtig: Vor drei Jahren kam ihr Sohn Issa nach 23 Schwangerschaftswochen und einem Geburtsgewicht von nur 490 Gramm per Notkaiserschnitt im St.-Franziskus-Hospital zur Welt, und am 10. Oktober wurde die Tochter Sarah geboren – in der 30. Schwangerschaftswoche und mit knapp über 1000 Gramm. „Wir können den Familien Entlastung, Bestärkung und Anleitung geben“, erläutert Cordula van Dyk , eine von fünf speziell ausgebildeten „Nachsorge-Schwestern“ im neonatologischen Team des St.-Franziskus-Hospitals.

Seit ihrer Geburt hat Sarah fast 800 Gramm zugenommen und ist um 3,5 Zentimeter gewachsen. Groß wirkt sie im Vergleich zu ihrem Bruder Issa, dessen Geburtsgewicht unter 500 Gramm lag. „Issas Überlebens-Chancen lagen damals bei 50 Prozent“, erinnert sich Mohamad Hussein. Insgesamt verbrachte Issa 16 Wochen auf der Kinderintensivstation des Franziskus-Hospitals. Jeden Tag fuhr Mutter Aische von Steinfurt nach Münster, um möglichst viele Stunden bei ihrem Frühgeborenen zu sein, während sich Mohamad Hussein zu Hause um den älteren Sohn Malik kümmerte. „Das war eine harte Zeit voller Angst“, sagen die Husseins. Heute ist Issa drei Jahre alt und ein echter Wirbelwind.

Wir sind Ansprechpartner für alle Fragen und vermitteln Angebote zur Frühförderung.

Cordula van Dyk

In den ersten Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kam Nachsorgeschwester Cordula van Dyk einmal in der Woche für eine Stunde zu den Husseins nach Hause. „Wir sind Ansprechpartner für alle Fragen und vermitteln Angebote zur Frühförderung“, sagt van Dyk, die im Franziskus-Hospital angestellt und für die Arbeit im Bunten Kreis Münsterland freigestellt ist. Die Betreuung der Familien wird von Krankenkassen oder durch Spenden finanziert. Viele Eltern von Frühgeborenen werden sich am Sonntag wiedersehen, wenn sie zum Kaffeetrinken in das Marienhaus kommen, das anlässlich des Weltfrühchentags vom Bunten Kreis und der Kinderklinik des Franziskus-Hospitals organisiert wird.

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