Flyer informiert über Angebote
Sich trauen zu trauern

Münster -

Das Trauernetzwerk hat einen neuen Flyer herausgegeben, in dem zahlreiche Angebote enthalten sind. Damit wollen die Mitglieder Menschen ermutigen, ihrer Trauer freien Lauf zu lassen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen oder Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen.

Montag, 18.11.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 07:40 Uhr
Mitglieder des Trauernetzwerks (v.l.), Achim Wasserfuhr (Johannes-Hospiz), Christopher Luig (Sternenland e.V.), Edith Thier (Leiterin und Geschäftsführerin Haus der Familie) und Norbert Mucksch (Trauerbegleiter und Supervisor), stellten den neuen Flyer vor.
Mitglieder des Trauernetzwerks (v.l.), Achim Wasserfuhr (Johannes-Hospiz), Christopher Luig (Sternenland e.V.), Edith Thier (Leiterin und Geschäftsführerin Haus der Familie) und Norbert Mucksch (Trauerbegleiter und Supervisor), stellten den neuen Flyer vor. Foto: Marion Fenner

„Menschen trauen sich wieder zu trauern“, sagt Achim Wasserfuhr vom Johannes-Hospiz. Das Thema rücke immer mehr aus der Tabuzone heraus. Das Trauernetzwerk ist ein Zusammenschluss ganz unterschiedlicher Angebote für Menschen, die den Verlust einer ihr nahestehenden Person verkraften müssen. Das Netzwerk hat einen Flyer erstellt, in dem die Ansprechpartner aufgelistet sind.

„Trauernde Menschen haben in der Regel nur ein einziges Mal den Mut, irgendwo anzurufen und um Hilfe zu bitten“, erklärt Edith Thier , Leiterin des Hauses der Familie. Beim Netzwerk könnten die Menschen immer einen Ansprechpartner finden, der sie an eine für sie passende Stelle weiter verweise.

„Wir kennen uns untereinander und wissen, wer was anbietet. Trauern ist keine Krankheit“, stellt Thier klar, aber wenn ihr kein Raum geboten werde, könne sie krank machen.

Deshalb gebe es ganz unterschiedliche Zielgruppen, für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Eltern und Erwachsene, die einen Partner verloren haben, erklärt Wasserfuhr. Dazu gehörten auch Angebote wie das Trauercafé, ein zwangloser Treffpunkt unter Gleichgesinnten, Kochtreffs für Menschen, die mit einem Verlust leben müssen.

„Es gibt Gruppen- oder Einzelangebote, Wandertouren für Trauernde oder Meditationen“, sagt Christopher Luig vom Verein Sternenland. Für Eltern, die ihr Kind in der Schwangerschaft oder bei der Geburt verloren haben, gebe es ebenfalls Ansprechpartner, betont Thier.

„Trauernde unter sich erfahren bei diesen Treffen ein Gefühl von Solidarität“, erklärt Trauerbegleiter Norbert Mucksch. „Die Menschen fühlen sich auf eine besondere Weise schnell untereinander verstanden.“

Zum Thema

Das Trauernetzwerk lädt am 8. Dezember (Sonntag) um 15.30 Uhr zu einer Gedenkfeier anlässlich des „Worldwide Candle Lighting“ für verstorbene Kinder in das Haus der Familie, Krummer Timpen 42, ein. Eingeladen sind verwaiste Eltern, Geschwister und Freunde der Verstorbenen sowie alle Menschen, die teilnehmen möchten. Um eine Anmeldung bis zum 2. Dezember unter '  41 86 60 wird gebeten.   | www.trauernetz- muenster.de

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7074914?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
41 Millionen Euro Defizit eingeplant
Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier mit dem Haushalt für 2020.
Nachrichten-Ticker