WN-Spendenaktion
Die Technische Assistenz Tilbeck macht das Leben leichter

Münster -

Ob Herdsensoren, Hausnotrufgeräte, oder höhenverstellbare Küchen – die Technische Assistenz Tilbeck, kurz TAT, bietet Senioren und Menschen mit Behinderungen eine kostenlose Beratung zu technischen Hilfsmitteln an, um eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.

Montag, 18.11.2019, 20:30 Uhr
Vor einer höhenverstellbaren Küche, etwa für Rollstuhlfahrer, präsentieren die TAT-Mitarbeiter (v.l.) Dirk Lehmann, Hanna Lütkemeier und Max Seppendorf technische Hilfsmittel, die das Leben für Senioren und Menschen mit Behinderung leichter machen. Rundes Foto: Marcus Hopp
Vor einer höhenverstellbaren Küche, etwa für Rollstuhlfahrer, präsentieren die TAT-Mitarbeiter (v.l.) Dirk Lehmann, Hanna Lütkemeier und Max Seppendorf technische Hilfsmittel, die das Leben für Senioren und Menschen mit Behinderung leichter machen. Rundes Foto: Marcus Hopp Foto: Pjer Biederstädt

Die Arbeitsplatte in der Küche ist zu hoch, die Augen sind zu schlecht für die kleine Schrift auf dem Handy, niemand ist da, wenn der Notfall eintritt. Senioren und Menschen mit Behinderungen können ein Lied von diesen Einschränkung singen. Oft halten sie es aus oder arrangieren sich unter Stress und Schmerzen, beispielsweise um weiter in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Welches technische Hilfsmittel es braucht, um das Leben leichter und wieder lebenswerter zu machen, wissen die meisten nicht. Damit das nicht so bleibt, hat das Stift Tilbeck in Havixbeck vor zwei Jahren die Technische Assistenz Tilbeck (TAT) ins Leben gerufen.

„Wir bieten eine umfangreiche, kostenlose Beratung an, um geeignete Hilfsmittel zu finden, die die selbstständige Lebensführung fördert“, bringt TAT-Leiter Marcus Hopp das Projekt auf den Punkt. Der 40-jährige Diplom-Pädagoge, der seit 2012 im Stift Tilbeck arbeitet, hat die TAT vor zwei Jahren mit Unterstützung der Geschäftsführer Ruth Meyerink und Thomas Kronenfeld aufgebaut.

Zum Team gehören die beratenden Sozialarbeiter Hanna Lütkemeyer (24) und Max Seppendorf (33) sowie der Fachinformatiker Dirk Lehmann (33), der an individuellen Techniklösungen für jeden Bedarf tüftelt. Über 100 Menschen haben sie seither beraten. Die Beratung erfolge keineswegs nur am Telefon. „Wir verfolgen einen partizipativen Ansatz und binden die Betroffenen und deren Angehörige auf der Suche nach der besten Lösung mit ein“, erklärt Hopp. In einem ersten Schritt werde das Problem analysiert, dann nach passenden technischen Hilfsmitteln geschaut, ehe die Installation folge. „Damit endet unsere Arbeit aber noch nicht“, sagt Hopp. Die Kunden würden weiter begleitet, manchmal über mehrere Besuche vor Ort.

Hilfsmittel der Technischen Assistenz Tilbeck

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  • Ein persönlicher Digitaler Assistent (zum Beispiel Alexa), kann als Umfeldsteuerung, Erinnerungshilfe sowie Informationsgeber eingesetzt werden.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Ein Hausnotrufgerät, inklusive Funksender, ruft im Notfall, wie beispielsweise bei einem Sturz, Hilfe.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Das sprechende Blutdruckmessgerät gibt den Blutdruck sowie den Puls per Audiowiedergabe an und warnt bei bedenklichen Werten.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Einfach, aber wichtig: Die Aufschraubhilfe erleichtert das Öffnen von Schraubverschlüssen.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Smartphone mit vereinfachter, seniorengerechter Bedienoberfläche.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Die höhenverstellbare Küche, wie hier von den TAT-Mitarbeitern (v.l.) Dirk Lehmann, Max Seppendorf und Hanna Lütkemeier vorgestellt, hilft zum Beispiel Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern in der Küche alles erreichbar zu haben.

    Foto: Pjer Biederstädt

So wie kürzlich bei einem älteren Herren, der wegen eines gelähmten Arms eingeschränkt ist. „Der allein stehende Mann konnte zum Beispiel nicht mehr allein den Tisch decken. Die Familie hatte komplizierte technische Lösungen vor Augen“, erzählt Dirk Lehmann. Bei einem Besuch vor Ort stellte sich heraus, dass bereits ein Teewagen ausreichte, um sein Leben zu erleichtern. Oft sind technisch komplizierte Hilfen nötig, bei denen die TAT auch bei der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit hilft, manchmal sind es aber auch Kleinigkeiten, die Großes bewirken. Die Dankbarkeit der Leute nach gelungener Hilfe, so Max Seppendorf, sei ihr täglicher Antrieb.

Weil die Projektförderung ausläuft, ist die TAT auf Spenden angewiesen. „Ohne Gelder können wir die Beratung nicht weiter kostenlos anbieten“, sagt Hopp. Und das sei wichtig, denn oft hätten Senioren und Menschen mit Behinderungen nicht das Geld dafür.

WN-Spendenaktion: Vier Projekte, ein Konto

► Projekte: Nimas (Bildungsförderung für Kinder in Problemlagen), Tilbeck (Beratungsangebot, um technische Produkte zu finden, die Senioren eine selbstständige Lebensführung erleichtern), Monastir (Unterstützung für Kinder und Umwelt in Münsters tunesischer Partnerstadt), Pelikanhaus (Bau eines Hauses für Angehörige schwerkranker junger Patienten am Clemenshospital)

► Wer für ein bestimmtes Projekt spenden möchte, sollte das bei der Überweisung vermerken. Sonst wird die Spende gleichmäßig aufgeteilt. Eine Spendenquittung wird ab 200 Euro automatisch ausgestellt, wenn die Adresse angegeben ist.

► Namensnennung: Die WN berichten regelmäßig über die Spendenaktion. Wenn Sie mit der Nennung Ihres Namens in der Zeitung einverstanden sind, tragen Sie bitte bei der Überweisung unter Verwendungszweck „Veröffentlichung: Ja“ ein.

► Konto: Sparkasse Münsterland-Ost (BLZ: 400 501 50); IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

► Rückfragen: Telefon 0251 / 690 917 211

► Datenschutz: Ihre personenbezogenen Daten verwenden wir, soweit keine darüber hinausgehende Einwilligung vorliegt, nur zur Abwicklung des der Erhebung zugrundeliegenden Zwecks. Nähere Informationen zu unserem Umgang mit personenbezogenen Daten erhalten Sie unter www.wn.de/Service/Datenschutz .

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