Alex-Talk zu manischen Depressionen
Im Wechselbad der Gefühle

Münster -

Beim nächsten Alex-Talk am Dienstag (26. November) im Restaurant „1648“ wird Oberarzt Konrad Röhl, der auf den akutpsychiatrischen Stationen im Alexianer-Krankenhaus tätig ist, das Krankheitsbild der manischen Depression erläutern und Möglichkeiten ihrer Behandlung aufzeigen.

Mittwoch, 20.11.2019, 13:00 Uhr
Nach einer Hochphase voller Tatendrang folgt der tiefe Absturz in eine Leere: Die manischen Depressionen wird Oberarzt Dr. Konrad Röhl beim nächsten Alex-Talk am 26.November erläutern.
Nach einer Hochphase voller Tatendrang folgt der tiefe Absturz in eine Leere: Die manischen Depressionen wird Oberarzt Dr. Konrad Röhl beim nächsten Alex-Talk am 26.November erläutern. Foto: Rawpixel.com/Adobe Stock

„Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.“ Das aus Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel „Egmont“ entlehnte geflügelte Wort beschreibt treffend wie kein Zweites eine psychische Erkrankung, die auch als Bipolare affektive Störung (BAS) oder manische Depression bekannt ist. Betroffene führen häufig ein Leben in Extremen: Sie verspüren in manischen Phasen eine unaufhaltsame Energie, sind voller Tatendrang, haben Tausende Ideen und gute Laune. Doch oft folgt der Fall, das auffällige Verpuffen von Energie und Antrieb und der Sturz in eine große depressive Leere, heißt es in einer Pressemitteilung. „Angst, tiefe Traurigkeit und der Verlust jedes Antriebs übernehmen dann das Ruder im Gefühlschaos“, so Röhl .

Bipolare Störungen zählen zu den sogenannten Affektstörungen, also den Stimmungsstörungen. „Zwischen den Schüben kehren Menschen mit bipolarer Störung für gewöhnlich in einen unauffälligen Normalzustand zurück und haben große Angst, wieder zu erkranken“, erläutert der Alexianer-Experte.

Bei schweren Manien oder Depressionen könnten auch Symptome einer Psychose hinzukommen, etwa Größen- oder Verfolgungswahn, aber auch massive Ängste oder unmäßige Schuldgefühle. Typische Anzeichen einer Manie seien gesteigerte Aktivität, Rastlosigkeit, Rededrang, Ideen- und Gedankensprünge, vermindertes Schlafbedürfnis, geringe Konzentrationsfähigkeit, Verlust sozialer Hemmungen, überhöhte Selbsteinschätzung oder auch rücksichtsloses Verhalten. Röhl: „Betroffene handeln dann oft in allen Dingen übersteigert: Gesprächigkeit, Geselligkeit, Geldausgaben – alles geschieht im Übermaß.“ Etwa ein bis drei Prozent der Bevölkerung sind betroffen, heißt es in der Ankündigung, Frauen und Männer erkranken gleich häufig.

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Wer mehr erfahren möchte, ist am Dienstag (26. November) zum Alex-Talk um 18 Uhr im Restaurant „1648“ eingeladen. Eintrittskarten zum Preis von 4 Euro sind ab sofort im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14, oder in der Alexianer-Waschküche, Bahnhofstraße, erhältlich, Reservierungen unter alextalk-muenster@alexianer.de. Der Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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