Neue Wersebrücke in Handorf
Spatenstich mit Protesten

Münster -

Der erste Spatenstich für die neue Wersebrücke in Handorf mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst wurde begleitet von Protesten der Gegner des vierspurigen Ausbaus der B 51 zwischen Münster und Telgte.

Mittwoch, 20.11.2019, 16:34 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 17:37 Uhr
Viel Prominenz beim Spatenstich mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (6.v.l.), rechts neben ihm OB Lewe. Ebenfalls am Spaten: Ministerialrat Prof. Gero Marzahn (3.v.l.) vom Bundesverkehrsministerium, daneben Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers.
Viel Prominenz beim Spatenstich mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (6.v.l.), rechts neben ihm OB Lewe. Ebenfalls am Spaten: Ministerialrat Prof. Gero Marzahn (3.v.l.) vom Bundesverkehrsministerium, daneben Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers. Foto: hpe

Begleitet von Protesten der Gegner des vierspurigen Ausbaus der B 51 zwischen Münster und Telgte schaufelte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst am Mittwochmorgen den ersten Sand für die neue Wersebrücke in Handorf.

Das 8,2 Millionen Euro teure Bauwerk wird zwar nicht viel breiter als der über 100 Jahre alte und inzwischen marode Altbau. Daneben allerdings kommt während der Bauzeit eine Behelfs brücke – und genau da, so befürchten die Demonstranten, könnte später die zweite Neubaubrücke für die vom Landesbetrieb Straßenbau vierstreifig geplante Bundesstraße platziert werden.

„Wir schaffen heute erste Voraussetzungen, um die wichtige Verkehrsachse zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück für die Zukunft fit zu machen“, so Wüst vor dem ersten Spatenstich im Morgennebel.

Wüst signalisiert Gesprächsbereitschaft

Für Wüst ist der Austausch der alten Brücke und ein Ausbau der B 51 angesichts der prognostizierten Verkehrsentwicklung „indisponibel“. Menschen würden eben heute nicht mehr da arbeiten, wo sie wohnen und leben. Bei vielen Details, meinte er zu den Demonstranten, sei aber noch „alles offen“. Gern höre er sich Alternativen an. Am Ende müsse aber eine „verkehrswirksame Antwort“ gefunden werden. Wüst: „Wir sind keine Betonfraktion, sondern gesprächsbereit.“

Ministerialrat Prof. Gero Marzahn vom Bundesverkehrsministerium kam gerne auch für eine verhältnismäßig kleine Baumaßnahme nach Münster: „Gerade diese Bauwerke machen am Ende die Qualität des Netzes aus.“

Oberbürgermeister Lewe über den Neubau

Auch Oberbürgermeister Markus Lewe hält die neue Wersebrücke für unverzichtbar. „Alternativ müssten wir den Verkehr dort einstellen oder den Fährbetrieb über die Werse starten. Aber das will wohl keiner“, so das Stadtoberhaupt. Der Bau widerspreche auch nicht den Ideen einer Verkehrswende, Mobilität bleibe schließlich ein Individualrecht.

Aktuell fahren laut Landesbetrieb Straßen NRW rund 25 000 Fahrzeuge täglich über die Brücke, die 2020 abgebrochen wird. Vorher entsteht eine Behelfsbrücke, damit der Verkehr weiter ungehindert fließen kann. Weil nur zwei Widerlager gebraucht werden, entfällt der Brückenpfeiler in der Werse. Der Radweg unter der Brücke wird breiter.

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