Diözesankomitee der Katholiken
Zukunft der Kirche im Blick

Münster -

Der Fortschritt des Synodalen Weges stand im Mittelpunkt der Vollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster.

Mittwoch, 20.11.2019, 20:30 Uhr
Die Vorsitzende Kerstin Stegemann (Mitte) und ihre Stellvertreter Hermann Hölscheid (l.) und Beatrix Bottermann
Die Vorsitzende Kerstin Stegemann (Mitte) und ihre Stellvertreter Hermann Hölscheid (l.) und Beatrix Bottermann Foto: Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster

Der Fortschritt des Synodalen Weges stand im Mittelpunkt der Vollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster. Kerstin Stegemann , Vorsitzende des Diözesankomitees, hält den Erfolg des Prozesses entscheidend für die Zukunft der Kirche, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums. „Wir können uns nicht erlauben, dass am Ende keine Ergebnisse stehen“, sagte sie vor den 50 Delegierten der Vollversammlung im Franz-Hitze-Haus. Die Fragestellungen, die beim Synodalen Weg bearbeitet werden sollen, sind ihrer Meinung nach nicht neu. „Viele Argumente wurden schon ausgetauscht. Ich wünsche mir, dass es auch zu Entscheidungen kommt“, sagte Stegemann, die vom Diözesankomitee als Delegierte für das oberste Entscheidungsgremium des Synodalen Weges nominiert worden ist. „Am Ende des Prozesses werden konkrete Ergebnisse für die Zukunft der Kirche erwartet. Ein ‚weiter so‘ darf es nicht geben“, rief sie den Delegierten zu.

„Viele Christinnen und Christen sind skeptisch, was den Synodalen Weg betrifft. Oft wurden Veränderungsprozesse versprochen, die ohne Folgen blieben“, sagte die Vorsitzende. Wenn das Vertrauen der Menschen in die Zukunftsfähigkeit der Kirche zurückgewonnen werden solle, brauche es entschlossenes Handeln. „Ich kann mir dies nur vorstellen, wenn alle Beteiligten ehrlich bereit sind, aufeinander zu hören und Veränderungen zu wagen.“ Ohne ein demokratisches und transparentes Miteinander auf Augenhöhe werde es nicht gehen. Selbstverständlich zu erwarten seien solche Ergebnisse nicht, so Kerstin Stegemann. „Wir müssen dafür sorgen, dass etwas passiert.“.

Lisa-Marie Singer, stellvertretende Geschäftsführerin des ZdK, hatte im Vorfeld die Delegierten über die Schritte des Synodalen Weges informiert. Sie beschrieb die Dauer und den Prozess des Verfahrens. Die Sitzungen finden in Frankfurt statt. Der Prozess dauert zwei Jahre. In vier Zusammenkünften wird die Synodalversammlung vier Themen bearbeiten: 1. Macht, Gewaltenteilung und Partizipation, 2.Priesterliche Existenz, 3. Sexualität und 4. Frauen in Diensten und Ämtern. Der letzte Punkt war vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gefordert worden.

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