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Junge Tunesier engagieren sich für die Umwelt

Münster -

„Notre Grand Blue“ heißt ein Umweltprojekt in Münsters tunesischer Partnerstadt Monastir. Die jungen Menschen reinigen unter anderem die Strände und kümmern sich um Meeresschildkröten. Um ihr Projekt dauerhaft auf feste Beine stellen zu können, sind die Mitstreiter dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Donnerstag, 21.11.2019, 11:00 Uhr
Das Team von „Notre Grand Blue“ nach einer Reinigungsaktion am Strand von Monastir. Immer wieder wird an der Küste der tunesischen Stadt Plastikmüll angeschwemmt.
Das Team von „Notre Grand Bleu“ nach einer Reinigungsaktion am Strand von Monastir. Immer wieder wird an der Küste der tunesischen Stadt Plastikmüll angeschwemmt. Foto: pd

Die Insel Kuriat, wenige Kilometer vor der Küste von Münsters tunesischer Partnerstadt Monastir gelegen, ist ein Naturparadies. Durch das tiefblaue, glasklare Wasser schwimmen Delfine, auf dem Eiland brüten seit Menschengedenken Schildkröten, bedrohte Vogelarten haben hier ein Rückzugsgebiet gefunden.

Doch das Paradies ist bedroht – ebenso wie weitere Küstenabschnitte abseits der gepflegten Touristenstrände rund um Monastir. Holz, Algen und Plastikmüll, der zum Teil aus dem nördlichen Mittelmeer stammt, werden angeschwemmt. Auch Starkregenereignisse und Sturmfluten setzen – weit öfter als früher – den Küsten zu.

Sanfter, ökologisch vertretbarer Tourismus

Die Stadt tut einiges, um die Folgen von Verschmutzung und extremen Wetterereignissen zu beseitigen – doch das reicht nicht, betont Thomas Kollmann vom Freundeskreis Münster-Monastir. Daher hat sich vor einigen Jahren die Initiative „Notre Grand Bleu“ gegründet, deren Logo aus einem Delfin und einer Schildkröte besteht, an der sich viele junge Menschen beteiligen.

„An der fragilen Mittelmeerküste setzen sich die Ehrenamtlichen intensiv für den Umweltschutz ein“, berichtet Kollmann. Unter anderem reinigen sie die Strände – am Festland, aber auch auf der Insel Kuriat. Zudem haben sie eine Auffangstation für verletzte oder kranke Meeresschildkröten eingerichtet. Sind die Tiere gesund, werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

„Kinder und Jugendliche aus Monastir, aber auch Praktikanten aus anderen Ländern werden geschult und bei Reinigungs-, Baumpflanz- oder Verschönerungsaktionen an das wichtige Umweltthema herangeführt“, berichtet Ahmed Ghedira, Projektkoordinator. Zugleich machen sie sich für einen sanften, ökologisch vertretbaren Tourismus stark.

Schutzstation für Schildkröten

Dank „Notre Grand Bleu“ erreiche der Umweltschutz zudem große Teile der Bevölkerung, unterstreicht er. Ziel sei es, dass sich die Menschen von klein auf für die Natur, die sie umgibt, verantwortlich fühlen – und mit ihnen die Touristen, die in den Urlaubsort am Mittelmeer kommen.

Ab und an bekommt „Notre Grand Bleu“ kleinere Zuschüsse von nationalen und internationalen Organisationen – doch die reichen laut Kollmann lange nicht aus, um die Arbeit der Initiative dauerhaft auf feste Füße zu stellen. So würde die Initiative gerne auf Kuriat ein Informationszentrum aufbauen, das ein Bewusstsein für den Wert der dortigen Natur schafft. Zudem möchte sie gerne das Praktikantenprogramm erweitern, ihr Wissen an noch mehr Menschen aus aller Welt weitergeben. Schließlich koste der Betrieb der Schutzstation für Schildkröten eine Menge Geld, und auch das Material für die Reinigung der Strände muss erst einmal besorgt werden.

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„,Notre Grand Bleu‘ ist dringend auf Unterstützung angewiesen“, betont Kollmann – um Natur- und Umweltschutz auch in Monastir zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. „Wir schaffen ein Bewusstsein für den Umweltschutz, indem wir bereits bei den Kindern ansetzen“, unterstreicht auch Manel Benlsmail, eine der Freiwilligen bei „Notre Grand Bleu“.

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