Politiker wird Körperverletzung vorgeworfen
Prozess gegen AfD-Ratsherr Martin Schiller

Münster -

Der münsterische AfD-Ratsherr Martin Schiller muss sich am heutigen Freitag vor dem Amtsgericht Münster verantworten. Weil er einen Strafbefehl wegen Körperverletzung nicht akzeptiert, kommt es nun zu einer öffentlichen Hauptverhandlung.

Freitag, 22.11.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 07:06 Uhr
Vor dem Amtsgericht findet heute ein Prozess gegen AfD-Ratsherr Martin Schiller statt.
Vor dem Amtsgericht findet heute ein Prozess gegen AfD-Ratsherr Martin Schiller statt. Foto: Oliver Werner

Vor dem Amtsgericht Münster beginnt heute um 12 Uhr ein Prozess gegen den münsterischen AfD-Ratsherrn Martin Schiller .

Das wird Schiller vorgeworfen

Schiller wird vorgeworfen, zusammen mit zwei weiteren Helfern im April 2018 vor einer von der AfD veranstalteten Lesung in der Stadtbücherei einen Mann, der die Toilette im Untergeschoss benutzen wollte, „abgefangen, festgehalten, die Treppe hinaufgeschleift und schließlich vor der Eingangstür auf den Boden geworfen zu haben“, wie es in der damaligen Anzeige hieß. Die Person soll dadurch Verletzungen erlitten haben.

Schiller hatte unter Verweis auf ein angebliches Hausrecht erklärt, er habe den Mann nach Rücksprache mit der Polizei herausgetragen.

Demonstration gegen AfD-Veranstaltung in Münster

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  • Großer Protest gegen eine AfD-Veranstaltung in der Stadtbücherei am Mittwochabend.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Um 19 Uhr haben sich über 500 Demonstranten versammelt. Viele haben Schilder gebastelt, oder gleich Transparente und Fahnen dabei.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Bevor das Programm der Kundgebung startet, gilt es für die Polizei erstmal, die Menschen in den dafür vorgesehenen Bereich zu bringen. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Für diejenigen, die ab 19.30 Uhr in die Bücherei wollen, vornehmlich ältere Herrschaften, ...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... wird der Gang dagegen zum Spießrutenlauf.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Gegen die Lesung hatte das „Keinen Meter den Nazis“-Bündnis zum Protest aufgerufen. 

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Weil er Einspruch gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichts Münster wegen Körperverletzung eingelegt hatte, findet nun vor dem Amtsgericht die öffentliche Hauptverhandlung statt.

Bündnis appelliert an das Amtsgericht

„Der Tathergang ist eindeutig belegt und klar nachvollziehbar. Auf dieser Grundlage wurde vom Gericht bereits ein Strafbefehl erlassen. Wir erwarten, dass das Amtsgericht Münster diesen nun in der Verhandlung bestätigt”, so Carsten Peters, Pressesprecher des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis”. Mit der Bestätigung des Strafbefehls könnte das Amtsgericht sich gegen die beim Vorfall praktizierte Selbstjustiz positionieren, betont Peters.

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