Investor erwirbt Gebäude hinter Hauptbahnhof
Deilmann kauft Häuserzeile auf

Münster -

Es tut sich etwas auf der Ostseite des Hauptbahnhofs: Der münsterische Investor Andreas Deilmann hat in den vergangenen Monaten gleich mehrere Immobilien in der kleinen Straße zwischen Gleisanlagen und Parkhaus Bremer Platz gekauft.

Sonntag, 24.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 13:42 Uhr
Der münsterische Architekt und Investor Andreas Deilmann vor der Häuserzeile, die er in den vergangenen Monaten nach und nach erworben hat.
Der münsterische Architekt und Investor Andreas Deilmann vor der Häuserzeile, die er in den vergangenen Monaten nach und nach erworben hat. Foto: kal

Nach und nach hat der münsterische Investor Andreas Deilmann in den vergangenen Monaten gleich mehrere Immobilien auf der Ostseite des Hauptbahnhofs erworben. In der kleinen Straße, die zwischen Gleisanlagen und Parkhaus Bremer Platz verläuft, gehört ihm mittlerweile die halbe Häuserzeile. Einige Ladenlokale hat er bereits neu vermietet. „Mein Ziel ist es, diesen Bereich aufzuwerten“, betont Deilmann.

Flowers Hotel als Test für andere Städte

Bereits vor drei Jahren hatte er auf der anderen Seite der Häuserzeile eine Hälfte des Parkhaus-Gebäudes von der Investmentfirma Goldman Sachs erworben. Mit der Entwicklung dieser Immobilie sei er „sehr zufrieden“, betont Deilmann. Ins Erdgeschoss zogen mehrere Imbissläden und Restaurants ein, die Büroflächen bezog der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Und in den oberen Etagen öffnete das „Flowers Hotel“ seine Pforten. Deilmann betrieb es zunächst selbst, mittlerweile ist auch sein Sohn David Deilmann mit im Boot, er ist zugleich Betreiber des „Factory Hotel“ auf dem Germania-Campus.

„Das Flowers Hotel ist ein Prototyp“, sagt Andreas Deilmann. In einem Gebäude, das Deilmann in Essen errichtet, öffnet demnächst ein zweites Flowers Hotel mit 150 Zimmern, ein weiteres ist in Dortmund in Planung.

Die von Deilmann erworbenen Immobilien

Die von Deilmann erworbenen Immobilien Foto: chr

Umfeld des Hotels verbessern 

Die Auslastung sei sehr gut – aber immer wieder hätten sich Gäste über Lärm in jener kleinen Straße beschwert, die zwischen Hotel und Gleisanlagen verläuft. Deilmann entschloss sich, das Problem selbst anzugehen – und begann damit, dort nach und nach Immobilien aufzukaufen. Mittlerweile gehört ihm ein Gebäude unweit der Bahnunterführung an der Wolbecker Straße, in dem sich ein Ladenlokal der Fast-Food-Kette „Subway“ befindet – das hier auch weiterhin bleiben soll, wie Deilmann betont. Danach kaufte er in der kleinen Straße, die ebenfalls die Adresse „Bremer Platz“ hat, jene Gebäude, in denen sich bislang „Big Döner“, die „Bierkanne“, ein Sportwettbüro und die „Jasmin Bar“ befanden. Die Bar ist inzwischen umgezogen, den anderen Mietern hat er gekündigt, neue Mieter stehen in den Startlöchern oder werden noch gesucht. „Ich hoffe, das gesamte Umfeld des Hotels verbessern zu können“, sagt Deilmann. So setzt er bei den künftigen Mietern auf interessante gastronomische Konzepte.

Investor schwebt "Fressgasse" vor

Gerne würde er noch weitere Immobilien erwerben – im südlichen Bereich der Straße stößt er indes an Grenzen. Dort befinden sich unter anderem die Ditib-Moschee und der Drogenhilfeverein Indro, der demnächst auch ein Nachbarhaus nutzen wird. Die Kneipe „Black­light“ muss dafür das Feld räumen. Derweil ist die „Jasmin Bar“ in einem anderen Haus in der Nachbarschaft untergekommen.

Und die Pläne von Deilmann gehen noch weiter: Den Bereich zwischen der Parkhaus-Ausfahrt gegenüber von Indro und der Einmündung der kleinen Straße in die Wolbecker Straße würde er gerne zur Fußgängerzone machen – um so auch im Freien für mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen. „Da könnte man gut Tische und Stühle rausstellen, das würde zu einer richtigen Fressgasse“, erläutert An­dreas Deilmann. Davon, so ist er überzeugt, würde das gesamte Umfeld in diesem Bereich profitieren, auch jenseits seiner eigenen Immobilien. Ob das die Kommunalpolitiker indes genauso sehen, steht aktuell in den Sternen.

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