Film-Besprechungen
Arzt und Youtuber Benedict Kölsche für Medienpreis nominiert

Münster -

„Youlius“ heißt der Youtuber-Award, für den jetzt der Münsteraner Benedict Kölsche nominiert worden ist. Der Arzt bespricht auf seinem Youtube-Kanal Filme: aktuelle Blockbuster, aber auch bemerkenswerte Streifen aus der Vergangenheit.

Montag, 25.11.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 18:08 Uhr
Benedict Kölsche ist schon seit mehr als zehn Jahren bei Youtube aktiv. Jetzt ist er für den „Youlius“-Award, einen Newcomer-Award für Youtuber, nominiert worden.
Benedict Kölsche ist schon seit mehr als zehn Jahren bei Youtube aktiv. Jetzt ist er für den „Youlius“-Award, einen Newcomer-Award für Youtuber, nominiert worden. Foto: privat

Youtuber? Da denkt man an hoffnungslos überstylte Teenie-Mädchen, die ihre neuesten Klamotten oder Kosmetika in die Kamera halten. Oder an sendungsbewusste Mittzwanziger mit blauen Haaren, die sich mit Vorliebe Politiker vorknöpfen.

Arbeit als Assistenzarzt

Mit solchen Youtubern hat Benedict Kölsche nicht allzu viel zu tun. Er wird demnächst 30, arbeitet als Assistenzarzt in einem Krankenhaus und kommt online alles andere als schrill rüber. Stattdessen berichtet er unterhaltsam und informativ über sein großes Hobby: Filme. „MovieCheck“ heißt sein Kanal, mit dem der Münsteraner jetzt in der Kategorie „News, Reviews und Kommentare“ für den „Youlius“, eine Newcomer-Auszeichnung für Youtuber, nominiert worden ist. Am 25. Januar wird der 29-Jährige erfahren, ob er zu den Gewinnern zählt.

Seine ersten Youtube-Filme hat Benedict Kölsche bereits vor mehr als 15 Jahren online gestellt – „Fan-Filme zu Star Wars“, erinnert er sich. Vor zehn Jahren ging dann „MovieCheck“ online, in dessen Mittelpunkt die internationale Filmwelt steht. Aktuell hat er 1230 Abonnenten – ein zugegeben überschaubarer Personenkreis, Tendenz allerdings in letzter Zeit steigend, wie er betont.

Was neu ins Kino kommt, hat gute Chancen, von Benedict Kölsche besprochen zu werden. Fast täglich gibt es aktuelle Beiträge von ihm. In seinem kleinen Studio sitzt er auf einem roten Sofa und parliert los. Daneben bespricht er Klassiker der Filmgeschichte – und eher unbekannte Filme aus den vergangenen Jahrzehnten, die ihn begeistert haben und für die er auf diesem Weg werben möchte. Blockbuster trifft Arthouse.

Werbefreie Beiträge

Drei bis fünf Minuten lang sind seine Beiträge im Schnitt. Es gibt aber auch 40 bis 50 Minuten lange Talkshows, bei denen er zusammen mit zwei Podcastern aus Münster über Filme diskutiert.

Geld verdiene er aktuell (noch) nicht mit seinem Hobby, berichtet er. Seine Beiträge sind werbefrei, „vielleicht ändert sich das ja später mal“. Auch in Zukunft werde für ihn der Arztberuf im Mittelpunkt stehen, er möchte sich auf die allgemeine innere Medizin spezialisieren. Wie wäre es mit einem „Arzt-Blog“ auf Youtube? Ach, sagt Benedict Kölsche, da gebe es doch schon so viele.

Im Cineplex ist er übrigens schon seit einiger Zeit regelmäßig zu erleben. Dort begleitet er Sonderveranstaltungen wie die Film-Marathons medial.

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