Lesung „Männergeschichten“
Kleiner Junge spielt mit Luischen

Münster -

Anlässlich des Männertages gestaltete der Bühnenkünstler Christoph Tiemann mit dem „Theater ex libris“ eine Lesung im Festsaal des Rathauses.

Donnerstag, 28.11.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 19:38 Uhr
Christoph Tiemann (3.v.l.) und das „Theater ex libres“ begeisterten bei ihrer Lesung. Das Amt für Gleichstellung hatte eingeladen.
Christoph Tiemann (3.v.l.) und das „Theater ex libres“ begeisterten bei ihrer Lesung. Das Amt für Gleichstellung hatte eingeladen. Foto: Luca Pals

„Zum Glück brechen die Rollenbilder vergangener Tage mehr und mehr auf.“ Fragt man bei Bühnenkünstler Christoph Tiemann nach seiner Meinung über den Mann im 21. Jahrhundert, bekommt man eine klare Antwort: „Gerade bei uns in der Kunstszene sind wir alle so unterschiedlich. Und das ist gut so.“ Gemeinsam mit der Gruppe „Theater ex libris“ stellten er in einer Lesung die „unterschiedlichsten Bilder des modernen Mannes“ vor. Jakob Reinhardt, Alexander Rolfes und Urs von Wulfen bilden die Gruppe „Theater ex libris.“

Der Einladung des Amtes für Gleichstellung waren zahlreiche Besucher in den Festsaal des Rathauses gefolgt. Anlass für die Lesung war der zurückliegende Männertag am 19. November, erklärte Sarah Braun , Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Münster.

Lieblingssportart des Mannes

In der Kunst sind Gleichstellung, Akzeptanz und Respekt laut Tiemann angekommen, in der Verwaltung gäbe es „noch viel Luft nach oben“, so Braun. Dennoch seien sie auf einem guten Weg.

Tiemann sieht es als „sehr spannenden Sortierungsprozess.“ Er habe Erfahrungen aus dem eigenen Haus: „Meine Frau spielt Fußball, ich habe davon keine Ahnung.“

Die Lieblingssportart des Mannes war natürlich auch in der Lesung gleich an mehreren Stellen Thema. Etwa beim kleinen Nick, der mit „einem Mädchen namens Luischen“ spielen muss. So wenig begeistert er von der Vorstellung war, mit ihr Fußball zu spielen, umso erstaunter musste er zugeben: „Man hat die einen Schuss.“ Um Fußball ging es auch im „schockierenden Moment“, als der Ehemann seine Dauerkarte mit der Geliebten tauschen muss: „Meinen Platz im Stadion besetzen – so weit kommt es ja noch.“

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