„Fridays for Future“-Demonstration
7500 streiken für das Klima

Münster -

Nach der Klima-Demo mit über 20.000 Teilnehmern am 20. September dieses Jahres gingen am Freitag erneut Tausende für eine konsequentere Klimapolitik auf die Straße. 7500 Teilnehmer zählte die Polizei. Und die sorgten neben viel guter Laune auch für ein Verkehrschaos.

Freitag, 29.11.2019, 17:55 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 17:59 Uhr
„Fridays for Future“-Demonstration: 7500 streiken für das Klima
Auf dem Weg zur Schlusskundgebung der „Fridays for Future“-Demonstration am Schlossplatz bewegten sich diese Demonstranten am Stadtgraben. Foto: Pjer Biederstädt

Wer gedacht hat, dass der Zuspruch nach der großen Klima-Demonstration im September mit über 20 000 Teilnehmern gänzlich einbrechen würde, wurde am Freitag eines Besseren belehrt. 7500 Menschen gingen laut Polizei im Zuge des vierten globalen Klimastreiks für eine konsequentere Klimapolitik in Münster auf die Straße – und damit wieder mehr als erwartet.

Denn 5000 Teilnehmer hatten die Organisatoren von „ Fridays for Future “ im Vorfeld angemeldet und waren unsicher, ob überhaupt so viele kommen würden. „Dass jetzt wieder so eine große Zahl an Menschen auf die Straße gegangen sind, ist fantastisch“, sagte Demo-Versammlungsleiterin Swinda Langenstraß am Ende der Kundgebung gegen 15 Uhr vor dem Schloss.

Start vor dem Hauptbahnhof

Drei Stunden zuvor hatten sich die Demonstranten, darunter zahlreiche „For Future“-Gruppen, Parteien, Gewerkschaften und Initiativen, mit Transparenten und Schildern vor dem Hauptbahnhof versammelt, um über Bahnhofstraße, Engelstraße, Hafenstraße, Ludgeriplatz und Weseler Straße zum Schlossplatz zu laufen. Währenddessen skandierte die Menge immer wieder Gesänge wie „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp“ oder „Motor aus, überall, SUVs zu Altmetall“.

Fridays for Future: Klimademo zieht am 29.11.2019 durch Münster

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  • Am Freitag startete erneut eine Klima-Demo in Münster.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Waren es beim letzten Mal in Münster über 20.000 Teilnehmer...

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  • ...fiel die „ Fridays for Future “-Bewegung etwas kleiner aus.

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  • Zunächst wurde die Teilnehmerzahl auf 2500 bis 3000 geschätzt.

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  • Die Polizei korrigierte diesen Wert bei einer zweiten Schätzung nach oben - auf rund 7500 Teilnehmer.

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  • Die Demo startete um 12.21 Uhr am Hauptbahnhof.

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  • Dann ging es über über den Servatiiplatz Richtung Ludgerikreisel.

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  • Die Demo endete gegen 14 Uhr am Schlossplatz. 

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  • Dort folgten bis etwa 15 Uhr Redebeiträge und Musik von der Band „Home of Paris“.

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  • Nach Polizeiangaben blieb dabei alles friedlich.

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  • Foto: Pjer Biederstädt
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  • Die Designstudentin Frances Camen hat bei der FFF-Demo am 29.11.19 die Demo gezeichnet.

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  • Martin Becker von der IG Fahrradstadt hält eine Rede vor dem Schloss.

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  • Organisatorin Marlena Grab hält eine Ansprache vor dem Schloss.

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  • Versammlungsleiterin Swinda Langenstraß bei ihrer Rede.

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Bei der Mehrzahl der Passanten, aber längst nicht bei allen, stieß der Streik auf Wohlwollen. Nicht selten zeigten Beobachter am Rande offen ihre Ablehnung. Mehrfach hörte man Ausrufe wie „Geht zur Schule“, vereinzelt kam es sogar zu wüsten Beschimpfungen. Insgesamt sei die Demonstration aber friedlich verlaufen, sagte Polizeisprecher Andreas Bode auf Anfrage.

Hart auf die Probe gestellt wurden am Freitagnachmittag die Autofahrer. Punktuell sei es in der Innenstadt rund um den Hauptbahnhof und auf den Ausfallstraßen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen, resümierte Bode das mehrstündige Verkehrschaos. Mehrfach beschwerten sich Autofahrer bei den Polizisten, die die Straßen abriegelten, wie etwa am Ludgeri-Kreisel.

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Die Verkehrslage am Freitagmittag in Münsters Innenstadt. Rot markiert sind die Straßen, auf denen der Verkehr am stärksten stockt. Foto: Google Maps

Anlass für den weltweiten Streik war die UN-Klimakonferenz, die Anfang Dezember in Madrid stattfindet. Es mangelte aber nicht an regionalen Forderungen der „Fridays for Future“-Ortsgruppe. Die vom Rat angepeilte CO²-Reduktion um 47 Prozent bis 2030 sei zu wenig, sagte Langenstraß in ihrer Rede auf dem Schlossplatz.

Der Änderungsantrag von CDU und Grünen, der eine Klimaneutralität bis 2030 vorsieht, sei eine Mogelpackung. „Wir fordern tatsächliche Klimaneutralität.“ Konkret forderten die Aktivisten unter anderem eine autofreie Innenstadt, mehr Busspuren und eine Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

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