Ausstellung im Pferdemuseum
Der perfekte Augenblick

Münster -

Im Westfälischen Pferdemuseum ist vom 30. November bis zum 5. April die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ zu sehen. Dort können nicht nur beeindruckende Fotografien bewundert werden, spannend sind auch die Geschichten hinter den Bildern.

Freitag, 29.11.2019, 09:00 Uhr
Ein Adler im Landeanflug – damit gehört der norwegische Fotograf Audun Rikardsen zu den Preisträgern. Monatelang soll er für dieses Motiv an einem norwegischen Fjord campiert und auf diesen Moment gewartet haben.
Ein Adler im Landeanflug – damit gehört der norwegische Fotograf Audun Rikardsen zu den Preisträgern. Monatelang soll er für dieses Motiv an einem norwegischen Fjord campiert und auf diesen Moment gewartet haben. Foto: Audun Rikardsen

Genau im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt: Das eint alle Bilder, die bei der Sonderausstellung „Wildlife Photograpfer of the Year“ im Westfälischen Pferdemuseum zu sehen sind. Bereits zum achten Mal sind in dem Museum im Zoo die besten Naturfotografien des Jahres zu sehen.

„An diesem Wettbewerb haben 48 130 Fotografen aus 100 Ländern teilgenommen“, erklärt die Direktorin des Pferdemuseums, Sybill Ebers . Eine hochkarätig besetzte Jury, die weder Name noch Herkunft des Fotografen kannte, hat die 100 besten Bilder ausgewählt. „Wir sind froh, dass wir diese Bilder als einziger Ort in Nordrhein-Westfalen zeigen können.“

Auge in Auge mit einer Spinne kann der Betrachter bei der Ausstellung einer Spinne in der Kategorie Porträt-Fotografie gegenüberstehen, mit dem Gefühl, dass sie gleich aus dem Bild springt. Schlafende Bienen oder idyllische Unterwasserwelten sowie beeindruckende Schwarz-weiß-Bilder gehören ebenfalls zu dem prämierten Bildern.

  Foto: Yongqing Bao/Wildlife Photographer of the Year

Manche Fotos wirken auf den ersten Blick niedlich, die Geschichte dahinter ist es nicht, wie Ebers erklärt. Ein Nilpferd, das ein Jungtier zwischen den Zähnen trägt, erinnert an eine fürsorgliche Tiermutter. Die Situation sei eine andere, sagt Ebers. „Das Nilpferd ist ein Bulle, der gerade den Nachwuchs eines Nebenbuhlers tötet.“ In der Ausstellung sei die Natur zu sehen, wie ist – in all ihrer Schönheit, zu der aber auch Fressen und Gefressen werden gehört.

Besonders freut sich Ebers, dass auch tolle Bilder von jungen Nachwuchsfotografen dabei sind. Siegerbild in dieser Kategorie ist das Foto eines bunt leuchtenden Tintenfisches von einem 14-Jährigen aus Neuseeland. Unter den Preisträgern des Wettbewerbs sind auch mehrere deutsche Fotografen. Dazu gehört Stefan Christmann, der den Pinguinen auf der Antarktis auf der Spur war und darüber am 4. Februar im Pferdemuseum einen Vortrag halten wird.

  Foto: Ralf Schneider/Wildlife Photographer of the Year

Zu vielen Fotos gibt es Geschichten, für manch ein Bild hat der Fotograf lange auf der Lauer gelegen, sagt Michael Lohmann, der bis 2016 Präsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen war und im Rahmen der Ausstellung einen Fotoworkshop anbietet.

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Die Ausstellung findet von Samstag (30. November) bis zum 5. April im Pferdemuseum im Allwetterzoo, Sentruper Straße 311 statt. Sie kann während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Der Eintritt ins Museum ist im Zooeintritt enthalten.   |www.pferdemuseum.de

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