Stadtverwaltung wächst
Münster zahlt Millionen für weiteres Personal

Münster -

Nicht mehr so viele Stellen wie in den Vorjahren werden bei Münsters Stadtverwaltung 2020 neu geschaffen. Trotzdem wird der Haushalt mit einer  Millionen-Summe jährlich zusätzlich belastet.

Mittwoch, 04.12.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 07:09 Uhr
Rund 160 neue Stellen sollen 2020 bei der Stadtverwaltung geschaffen werden.
Rund 160 neue Stellen sollen 2020 bei der Stadtverwaltung geschaffen werden. Foto: Oliver Werner

Wenn der Rat der Stadt Münster am kommenden Mittwoch (11. Dezember) den Haushalts- und Stellenplan 2020 verabschiedet, wird die Zahl der Beschäftigten bei der Stadtverwaltung erneut zunehmen. Nach der massiven Stellenvermehrung in den vergangenen Jahren spricht Personaldezernent Wolfgang Heuer diesmal aber von „einer Abflachung der Zunahme“.

Stellenzuwachs kostet elf Millionen Euro - pro Jahr

Die Stadtverwaltung selbst hat bei der Politik einen Bedarf von 129 weiteren Mitarbeitern angemeldet. Zusätzliche rund 30 Stellen will das schwarz-grüne Ratsbündnis draufsatteln. Insgesamt sollen im kommenden Jahr damit etwa 160 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Aktuell hat die Stadtverwaltung nach Auskunft des Personaldezernenten rund 5200 Stellen, die sich etwa 7000 Mitarbeiter teilen. Der Stellenzuwachs 2020 wird den Haushalt künftig jährlich mit gut elf Millionen belasten. Pro neue Stelle veranschlagt die Stadt einen Durchschnittswert von 70 000 Euro, wie Wolfgang Heuer erklärt.

Bei den 129 von der Stadtverwaltung angemeldeten Stellen werden mehr als zwei Millionen Euro der Kosten refinanziert – durch Einnahmen und Gebühren, die anfallen. Bei den 30 Stellen, die die Politik installieren will, liegt der Refinanzierungsanteil nach Berechnungen des Personaldezernats nur bei 300.000 Euro.

Angemeldeter Bedarf: 360 neue Arbeitsplätze

Bei einer Stellenabfrage innerhalb der Stadtverwaltung war zunächst ein Bedarf von 360 neuen Arbeitsplätzen angemeldet worden. Diese Größenordnung war aber aus Sicht des Verwaltungsvorstands nicht akzeptabel, sodass mit Blick auf den Haushalt ein Deckel eingezogen wurde. Perspektivisch erwartet der Personaldezernent, dass durch verstärkten Technikeinsatz in bestimmten Bereichen die Entwicklung beim Personal umgekehrt werde.

Kämmerer Alfons Reinkemeier hatte darum gebeten, die zusätzlich von der Politik geforderten Stellen nicht im ersten Quartal zu besetzen. Das sei nur den Realitäten geschuldet. „Wenn wir Stellen einrichten, werden die nicht sofort besetzt“, so der Kämmerer. Dann müssten Posten, die nicht gebraucht würden, nicht in den Haushaltsplan eingebaut werden.

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