Auszeichnung
Bundesverdienstkreuz für Johanne Feldkamp

Münster -

Jahrelanges ehrenamtliches Engagement, die eigene Hilfsorganisation „pro filia e.V.“ und selbstloser Einsatz direkt vor Ort in den Krisengebieten. Die Münsteranerin Dr. Johanne Feldkamp hat Außergewöhnliches geleistet und bekam als Würdigung dessen vom Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande verliehen.

Mittwoch, 04.12.2019, 21:00 Uhr
Im Kreise der Mitarbeiter von „pro filia e.V. Münster“ nahm Dr. Johanne Feldkamp das Bundesverdienstkreuz entgegen.
Im Kreise der Mitarbeiter von „pro filia e.V. Münster“ nahm Dr. Johanne Feldkamp das Bundesverdienstkreuz entgegen. Foto: cwo

Die Überreichung des Ordens erfolgte am Mittwochmorgen durch Oberbürgermeister Markus Lewe in der Rüstkammer des Rathauses. Dieser zeigte sich in seiner Ansprache sehr berührt von Feldkamps Arbeit und lobte den jahrelangen, aufopferungsvollen Einsatz. „Es macht mich unheimlich stolz, eine solche Bürgerin in unserer Stadt zu haben und ihr heute diesen Orden als Zeichen der Wertschätzung verleihen zu dürfen.“

Dr. Johanne Feldkamp war bis zum Renteneintritt als Psychotherapeutin und Sozialmanagerin in Hamburg tätig. Im Jahr 2009 gründete sie dann mit einigen Bekannten den Verein „pro filia e.V. Münster“, der sich für nepalesische Mädchen engagiert, die häufig schon im sehr jungem Alter Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution in indischen Bordellen werden. „Der Verein entstand aus einer tiefen Wut heraus. Darüber, wie respektlos mit Mädchen und Frauen weltweit häufig umgegangen wird und dass man ihnen ohne jedes Recht die Chance auf ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben nimmt,“ sagte Feldkamp. „Wir bieten den Mädchen Zufluchtsorte und Bildungsmöglichkeiten, damit sie ein selbstständiges und freies Leben führen können.“

Der münsterische Verein arbeitet eng mit der Nichtregierungsorganisation „Maiti Nepal“ zusammen, die sich gegen Menschenhandel, Kinderarbeit und häusliche Gewalt engagiert. Gemeinsam werden nachhaltige Projekte vor Ort entwickelt, wie jüngst der Bau eines Frauenhauses und Beobachterinnen an der Grenze zu Indien.

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