Bremer Platz
Drogenszene will mehr Sozialarbeiter

Münster -

Um den konkreten Bedarf an Sozialarbeiterpräsenz am Bremer Platz erfassen zu können, führte das Drogenhilfezentrum „Indro“ eine Erhebung auf der Drogenszene durch. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache.

Mittwoch, 04.12.2019, 22:00 Uhr
Bremer Platz 
Bremer Platz  Foto: Oliver Werner

„Warum gibt es keine Sozialarbeiter auf dem Bremer Platz?“ So lautet eine Frage, die in den vom Quartiersmanagement „Stadtraum Hauptbahnhof/Bremer Platz“ initiierten Gremien und dem „Runden Tisch“ sowie auch bei den Diskussionen im Rahmen der Planungswerkstattveranstaltungen zur Neugestaltung der Grünfläche am Bremer Platz häufig auftaucht. Um den konkreten Bedarf an Sozialarbeiterpräsenz am Bremer Platz erfassen zu können, führte das Drogenhilfezentrum „Indro“ eine Erhebung auf der Drogenszene durch. Der Verein stellte nun den Endbericht vor.

„Die repräsentativen Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache“, sagte „Indro“-Leiter Ralf Gerlach . Mit einer Quote von 84,6 Prozent wünschten sich demnach die Drogenabhängigen eine höhere Sozialarbeiterpräsenz als bisher. Hinsichtlich der Häufigkeit von aktiver Präsenz von Sozialarbeitern plädierten ein Drittel (32,1 Prozent) für tägliche Szeneaufenthalte, weitere 26,8 Prozent für Anwesenheit an mindestens drei Tagen pro Woche. Die Sozialarbeiter sollten sich dann laut 69,8 Prozent der Befragten drei Stunden und länger auf der Szene aufhalten.

Es gelte nun zu klären, so Gerlach, welche der von den Drogenkonsumenten genannten Wünsche mit welchen Zielen und in welchem zeitlichen und personellen Umfang tatsächlich von der Sozialarbeit am Bremer Platz geleistet werden können. Zwar führe „Indro“ eigenem Bekunden nach bereits szeneorientierte Maßnahmen durch, diese blieben aber wegen der begrenzten Fördermittel zeitlich eng limitiert und bezögen sich zudem auf den gesamten Raum Bahnhofsquartier. „Die dokumentierten Umfrageergebnisse sprechen deutlich für einen großen Bedarf an Szene-Sozialarbeit, eine Ausweitung der bisherigen Hilfsangebote und somit für eine Aufstockung des bisherigen Personals“, bilanzierte Ralf Gerlach.

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Der Bericht steht im Internet unter indro-online.de/news

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