Förderung für Migrantenorganisationen
Protest vor der Ratssitzung

Münster -

Protest angekündigt: Der Integrationsrat empfindet die städtische Förderung für Migrantenselbstorganisationen (MSO) als zu gering – und will das vor der Ratssitzung zum Ausdruck bringen.

Montag, 09.12.2019, 19:30 Uhr
Vor dem Rathaus will der Integrationsrat vor der nächsten Ratssitzung protestieren. 
Vor dem Rathaus will der Integrationsrat vor der nächsten Ratssitzung protestieren.  Foto: Oliver Werner

Der Integrationsrat empfindet die städtische Förderung für Migrantenselbstorganisationen (MSO) als zu gering und hat daher mit Vertretern weiterer Organisationen vor der letzten Ratssitzung des Jahres am Mittwoch (11. Dezember) ab 17 Uhr einen „stillen Protest“ im Stadtweinhaus angekündigt.

„Wir protestieren gegen jegliche Benachteiligung und für eine gerechte und angemessene Teilhabe der Migranten und deren MSO am städtischen Etat. Unser Ziel ist die Integration auf Augenhöhe sowie die Wertschätzende und anerkennende Haltung“, heißt es in einem Schreiben des Integrationsrates.

Nur 0,00012 Prozent

Dr. Georgios Tsakalidis , Vertreter des Integrationsrates, wird noch konkreter. Rund 80.000 Menschen mit Migrationsvorgeschichte lebten in Münster. Für diese rund 25 Prozent der Bevölkerung falle die spezielle Förderung zu gering aus. Lediglich 0,00012 Prozent des Gesamtetats der Stadt mache laut Dr. Georgios Tsakalidis die Förderung aus.

Das sage leider viel über die Wertschätzung der aktuellen Ratsmehrheit für die interkulturelle Arbeit aus, so Tsakalidis weiter. Er mahnt in diesem Zusammenhang an, das mit großer Ratsmehrheit beschlossene Migrationsleitbild der Stadt auch umzusetzen.

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