Verkehrswende in Münster
Ratsanträge: Autos sollen Bussen weichen

Münster -

Mehr Busspuren, mehr Park-and-Ride-Parkplätze am Stadtrand. Das schwarz-grüne Ratsbündnis treibt mit weiteren Anträgen die Verkehrswende in Münster voran.

Mittwoch, 11.12.2019, 08:30 Uhr
An der Weseler Straße gibt es bereits eine Park-and-Ride-Station. Zahlreiche sollen jetzt hinzukommen.
An der Weseler Straße gibt es bereits eine Park-and-Ride-Station. Zahlreiche sollen jetzt hinzukommen. Foto: Oliver Werner

Mit zwei Anträgen, die CDU und Grüne am heutigen Mittwoch in den Rat einbringen, will das Ratsbündnis im kommenden Jahr deutlich die Weichen hin zu weniger Autoverkehr und im Gegenzug mehr Busverkehr in Münster stellen.

Zum einen geht es um ein Programm zur Einrichtung neuer Busspuren auf den großen Straßen in Münster, zum anderen um den Bau neuer Park-and-Ride-Parkplätze, die konzipiert werden sollen als Mobilitätsstationen mit Bushaltestelle, Leezen-Boxen, Leihradstationen und Flächen für Statteilautos.

Sieben neue Park-and-Ride-Parkplätze

Hier werden auch bereits konkrete Standorte benannt: Albersloher Weg in Höhe der Kreuzung Osttor/Hiltruper Straße, Wolbecker Straße in Höhe Wolbeck, Warendorfer Straße in Höhe der Kreuzung Mondstraße/Dyckburger Straße, Schifffahrter Damm, Grevener Straße in Höhe der Einfahrt Sprakeler Straße, die B 54 zwischen Nienberge und Einfahrt Wilkinghege sowie Gievenbeck im Bereich Oxford-Kaserne.

Busspuren zu Lasten des Autoverkehrs

Was den Busverkehr betrifft, so erwarten CDU und Grüne, dass die Stadtverwaltung alle Formen der Beschleunigung in Erwägung zieht. Dazu gehören mehr Busschleusen, noch effektivere Vorrangschaltungen bis hin zu Busspuren, die angesichts der baulichen Situation an vielen Stellen im Stadtgebiet zu Lasten des Autoverkehrs gehen dürften.

Ziele müssten auf jeden Fall eine höhere Reisegeschwindigkeit der Busfahrgäste und mehr Zuverlässigkeit des Fahrplanes sein, so der CDU-Verkehrspolitiker Walter von Göwels.

Vorrang an Ampeln

Vor allem an den Knotenpunkten, sprich den Ampeln, soll es schneller vorangehen. Vor allem zur Hauptverkehrszeit sollen Busse morgens und nachmittags die Möglichkeit bekommen, an den vor der Ampel stehenden Autos vorbeizufahren und an der Ampel selbst auch schneller „abgefertigt“ zu werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7124341?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Autos kollidieren: Zwei Verletzte
Unfall auf der Wettringer Straße : Autos kollidieren: Zwei Verletzte
Nachrichten-Ticker