Villa ten Hompel
Erinnerungen ans Unfassbare

Münster -

Am Sonntag (15. Dezember) um 11.30 Uhr findet das Gedenken an die Deportation aus Münster in das Ghetto Riga vom 13. Dezember 1941 statt. Direkt im Anschluss (12 Uhr) lädt die Villa ten Hompel zu einer Matinee ein. Anlass ist der 20. Geburtstag des Geschichtsorts.

Mittwoch, 11.12.2019, 15:10 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 15:35 Uhr
Der Geschichtsort Villa ten Hompel 20-jähriges Bestehen.
Der Geschichtsort Villa ten Hompel 20-jähriges Bestehen. Foto: pd

Am Sonntag (15. Dezember) findet das Gedenken an die Deportation aus Münster in das Ghetto Riga vom 13. Dezember 1941 statt.

An der Stelle des heutigen Geschäftszentrums Warendorfer Straße/Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring befand sich die Gaststätte Gertrudenhof. In ihrem Saal wurden vom 10. bis 12. Dezember 1941 390 jüdische Menschen aus dem Münsterland und Münster vor ihrer Deportation nach Riga festgehalten. Heute steht dort eine Stele, an der das Gedenken stattfindet.

Nur 24 überlebten

Die Deportation erfolgte vom Güterbahnhof Münster über die Stationen Osnabrück und Bielefeld ins lettische Riga. Von den 299 münsterischen Juden, die in Ghettos und Lager verschleppt wurden, überlebten nur 24 den Holocaust.

Das Andachtstreffen beginnt um 11.30 und ist eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster.

20. Geburtstag der Villa ten Hompel

Direkt im Anschluss lädt der Geschichtsort Villa ten Hompel ab 12 Uhr zu einer Matinee ein. Anlass ist in diesem Jahr der 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel. Im Jahr 1999 eröffnete die Gedenkstätte am Kaiser-Wilhelm-Ring eine Ausstellung zur Beteiligung der Oberfinanzdirektion an der Verfolgung jüdischer Mitbürger.

Der ehemalige Oberstadtdirektor Tilman Pünder wird im Rahmen der Matinee vom jüngsten Mitglied im Team der Villa ten Hompel, der FSJlerin Franka Aldenborg, zu seiner Erinnerung daran befragt werden. Neben diesem Gespräch bittet das „Geburtstagskind“ um Wünsche der Besucher zur Zukunft im Geschichtsorts.

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