Institut für Theologische Zoologie feiert zehnjähriges Bestehen
Zwischen Biologie und Theologie

Münster -

Die interdisziplinäre und interreligiöse Erforschung des Mensch-Tier-Verhältnisses sei endlich in der Gesellschaft angekommen: Das betonte ein Festredner bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Instituts für Theologische Zoologie. Und in der Tat gewinnt der Umgang des Menschen mit dem Tier in Zeiten des Klimawandels neue Bedeutung.

Montag, 16.12.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 11:02 Uhr
Bärbel Wartenberg-Potter, Prof. Dr. Norbert Sachser und Dr. Rainer Hagencord (v.l.) sind stolz darauf, was das Institut in den vergangenen zehn Jahren erreicht hat.
Bärbel Wartenberg-Potter, Prof. Dr. Norbert Sachser und Dr. Rainer Hagencord (v.l.) sind stolz darauf, was das Institut in den vergangenen zehn Jahren erreicht hat. Foto: Lotta Krüger

Das Institut für Theologische Zoologie (ITZ) feierte am Sonntag zehnjähriges Bestehen im Haus Mariengrund. Am 15. Dezember 2009 war das ITZ in Anwesenheit der Schirmherrin Dr. Jane Goodall im münsterischen Schloss eingeweiht worden.

„Die Verhaltensforscherin Jane Goodall war eine Anfängerin, und Anfangen ist heute auch das Motto“, so der Gründer und Leiter des ITZ, Dr. Rainer Hagencord . „Wir wollen auf das zurückblicken, was wir vor zehn Jahren begonnen haben: die Kombination aus wissenschaftlicher Expertise und der Mystik der geöffneten Augen.“

Erreicht hat das ITZ im vergangenen Jahrzehnt einiges: Kuratoriumsvorsitzender Dr. Ulrich Seidel spricht davon, dass das wichtige Thema der interdisziplinären und interreligiösen Erforschung des Mensch-Tier-Verhältnisses endlich in der Gesellschaft angekommen sei.

Ökumenische Tiergottesdienste

Die Vorstandsmitglieder Ingeborg Rehder und Heinrich Völkering erzählen von den zahlreichen Projekten und Meilensteinen, die das ITZ seit der Gründung erlebt und möglich gemacht hat – darunter Tagungen, ökumenische Tiergottesdienste, ein Umweltbildungsprogramm und ein eigenes Schöpfungsoratorium. Bärbel Wartenberg-Potter, Bischöfin im Ruhestand und Kuratoriumsvorsitzende, schwärmt vom großen Engagement und der geballten Kompetenz der Mitglieder.

Auch der Leiter des Fachbereichs Verhaltensbiologie der WWU, Prof. Dr. Norbert Sachser lobt das ITZ. „Die Interdisziplinarität zwischen Biologie und Theologie ist ein spannendes Thema.“ Das Wohlergehen der Tiere sei vom menschlichen Verhalten abhängig, deswegen liege es in unserer Verantwortung, ihren Lebensraum zu bewahren.

Aktive Bewahrung der Schöpfung

Die aktive Bewahrung der Schöpfung – besonders in Zeiten des Klimawandels, der die Pflanzen- und Tierwelt bedroht – war ein zentrales Thema des Nachmittags. Zwischen angeregten Redebeiträgen von weiteren Gästen sorgten musikalische Intermezzi aus dem Schöpfungsoratorium für Unterhaltung.

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