Von Gentlemen bis Frauenflüsterer
Münsters Konzerthöhepunkte im ersten Quartal 2020

Münster -

Das neue Jahr startet mit einer bunten Mischung in seinen Konzert-Reigen. Darunter: Ein Weltstar, der die 20er Jahre aufleben lässt, eine der leider geilsten deutschen Bands und der Mann mit der Ballonmütze. 

Mittwoch, 01.01.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 06:55 Uhr
Von Gentlemen bis Frauenflüsterer: Münsters Konzerthöhepunkte im ersten Quartal 2020
Im Uhrzeigersinn: Kevin O’Neal (v.l.), Chris Kramer, Thomas Godoj und Sean Athens, Gregory Porter, Großstadtgeflüster Foto: Julia Scheibeck, Erik Umphery, Christoph Mangler

Januar

Wie könnte man trefflicher in die Zwanziger Jahre starten, als mit Max Raabe ? Der Weltstar und Gentleman taucht am 29. Januar mit seinem Palast Orchester in der Halle Münsterland wieder ein in die Zeit, die goldene Ära, die vor genau 100 Jahren begann. Tickets für die „Guten Tag, liebes Glück“-Tour liegen zwischen 29,90 und 86 Euro.

Die Konzerte des Herrn Pohlmann sind wie eine Reise, die im Ungewissen beginnt. „Nie werde ich ein Profi, der planvoll eine Show abspielt“, sagt er selbst. Zeuge dessen kann man am 19. Januar im Gleis 22 (VVK 22 Euro) werden.

Interessante Mischung: DSDS-Sieger Thomas Godoj trifft am 10. Januar im Hot Jazz Club (VVK 27 Euro) auf Weltklasse-Harper Chris Kramer, Beatbox-Meister Kevin O‘Neal und Gitarrenvirtuose Sean Athens. In dieser Formation räumten sie bereits Blues-Awards ab, traten in Memphis und zahlreichen TV-Shows auf.

Der selbst ernannte Lebemann und Frauenflüsterer Morlockk ­Dilemma geht auf große Tournee. Zusammen mit DJ Access beehren die beiden ausgewählte Metropolen, darunter am 10. Januar (VVK ab 18 Euro) den Skaters Palace in Münster, um ihr Publikum mit Rap aus dem oberen Regal zu verzaubern.


Februar

Wer sagt denn, dass im Februar nicht eine der größten deutschen Bands nach Münster kommt? Die Päpste, die Jedi, die Hater, der Bot? Nein, die Halle Münsterland. Dort tickt nämlich Deichkind am 25. Februar (ausverkauft, leider ungeil) gewohnt sympathisch aus.

Apropos ausflippen: Das können auch die Punkrocker von Schmutzki ganz gut. Nicht umsonst heißt ihre Tour „Crazy“, die sie am 28. Februar in die Sputnikhalle (VVK ab 23 Euro) führt.

Achtung, Weltstar-Alarm: John Scofield darf mit Fug und Recht als eine der prägenden Gestalten des Jazz der letzten dreißig Jahre betrachtet werden. Schon vor seiner Zeit bei Miles Davis, die ihn weltbekannt machte, spielte er etwa mit Chet Baker oder bei Charles Mingus. Sein Quartett mit Joe Lovano, Dave Holland und Al Foster prägte die 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts nachhaltig. Am 9. Februar spielt er gleich zwei Shows im Hot Jazz Club (VVK ab 39 Euro).

Seine Alben erreichten bereits in den 1980-Jahren Kultstatus. Seine Hits, wie etwa „Rosen im Asphalt“, gibt der deutsche Sänger und Songschreiber Wolf Maahn am 9. Februar im Jovel (VVK ab 33 Euro) zum Besten.


März

Nach unzähligen Tourneen hat es Austin Lucas mit seinem siebten Album „Immortal Americans“ in seine Heimat Bloomington, Indiana gezogen. Dort hat er mit Lucas und Will Johnson und Steve Albini ein Album produziert, das seine Punkrock-Identität und seine Wurzeln im Folk und Bluegrass widerspiegelt. Am 1. März präsentiert er es in der Pension Schmidt (VVK 14 Euro).

Fünf Tage später erfüllt die gewaltige Stimme von US-Sänger Gregory Porter – der mit der Ballonmütze – die Halle Münsterland (VVK 51,41 bis 79,41 Euro).

Messer meldet sich mit dem vierten Album „No Future Days“ zurück. Dub und Reggae mischen sich mit dem Post-Punk-Outfit. Das Konzert findet am 14. März im Gleis 22 (VVK ab 14 Euro) statt.

Dafür, dass sie Großstadtgeflüster heißen, brüllen die Berliner Elektro-Popper ganz schön rum. Das soll aber so – und wird nur selten schöner zelebriert als in ihrem Arbeitsende-Überhit „Feierabend“. Den gibt es sicherlich auch am 27. März im Skaters Palace (VVK ab 35,25 Euro) zu hören.

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