Heilige Drei Könige
Bischof Genn empfängt Sternsinger

Münster -

In dieser Woche sind die Sternsinger unterwegs – klar, dass auch Bischof Dr. Felix Genn Besuch bekam. Am Freitagmorgen klingelte es an seiner Tür.

Freitag, 03.01.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 16:03 Uhr
Besuch beim Bischof: Zwei Sternsinger-Gruppen der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser haben am Freitagmorgen bei Dr. Felix Genn im bischöflichen Palais geklingelt und den Segen überbracht.
Besuch beim Bischof: Zwei Sternsinger-Gruppen der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser haben am Freitagmorgen bei Dr. Felix Genn im bischöflichen Palais geklingelt und den Segen überbracht. Foto: Gunnar A. Pier

Zwei Sternsinger-Gruppen der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser sind am Freitagmorgen von Bischof Dr. Felix Genn im bischöflichen Palais empfangen worden. Die Kinder haben den Segen „Christus segne dieses Haus“ überbracht, der traditionell als Kreidezeichen „20*C+M+B+20“ an einen der Türrahmen des Gebäudes geschrieben wurde und um Spenden gebeten.

Bischof Felix Genn dankte den Sternsingern für ihr Engagement und ermutigte sie, sich weiter für Hilfsbedürftige einzusetzen. „Es ist schön, weil ihr auf diese Weise bekannt macht, wie viel Not es für Kinder überall in der Welt gibt“, sagte er.

Was hinter dem Motto der Sternsinger steckt

Jedes Jahr ziehen in ganz Deutschland etwa 300 000 Kinder und Jugendliche in Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür, um Häusern den Segen zu bringen und Spenden für notleidende Kinder in aller Welt zu sammeln. Das Motto der Sternsinger-Aktion lautet in diesem Jahr: „Frieden! Im Libanon und weltweit“. Bischof Felix Genn sagte, der Libanon sei ein wichtiges Beispielland, da es ein Land sei „in dem die Kulturen und Religionen lange friedlich zusammengelebt haben, das jetzt von Unruhen geschüttelt wird.“ Darunter litten besonders viele Kinder. Bischof Genn sagte weiter, die Tradition des Sternsingens sei nicht nur wegen der Spenden wichtig. Die Kinder bekämen ein Bewusstsein, dass es Regionen gebe, wo es Kindern nicht so gutgehe, wie ihnen selbst.

Sternsinger besuchen Bischof Felix Genn 2020

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  • Die Sternsinger sind unterwegs - am Freitag machten sie sich auch auf den Weg über den münsterischen Domplatz . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . um am Bischofspalais Dr. Felix Genn, Bischof des Bistums Münster, zu besuchen.

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  • Anschließend ging die Gruppe aus der Pfarrei Liebfrauen/Überwasser Münster hinauf zu den  Vorsehungsschwestern . . .

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  • . . . um auch an deren Tür den Segen zu hinterlassen.

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  • Bischof Felix Genn dankte den Kindern für ihren Einsatz.

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  • Die Sternsinger sangen ihm ihr Lied vor, der Bischof lauschte aufmerksam.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Sternsinger sind unterwegs - am Freitag machten sie sich auch auf den Weg über den münsterischen Domplatz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Sternsinger sind unterwegs - am Freitag machten sie sich auch auf den Weg über den münsterischen Domplatz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Dr. Felix Genn empfing die Sternsingen am Bischofspalais.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Sternsinger sangen ihm ihr Lied vor, der Bischof lauschte aufmerksam.

    Foto: Gunnar A. Pier

Sieben Kinder aus Gievenbeck kamen in Begleitung des Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Münster, Johannes Wilde , stellvertretend für drei Gemeindeteile zum Dom. Die Jüngste der Gruppe ist die sechsjährige Anna, mit 14 Jahren ist Thiemo der älteste. Er ist bereits zum zehnten Mal als Sternsinger unterwegs: „Es macht Spaß, und man kann vielen Menschen helfen.“ Der Empfang des Bischofs sei etwas ganz Besonderes, das bestätigten auch die anderen Kinder. Im Anschluss ging es für die Gruppe ins Innere des Palais, wo sie auch den Schwestern der Vorsehung den Segen überbrachten.

Sternsinger besuchen Bischof Dr. Felix Genn

Bei der Sternsinger-Aktion gebe es im Vergleich zu anderen kirchlichen Aktivitäten nach vor viele Teilnehmer, sagte Johannes Wilde (BDKJ). Stefan Scholtyssek von der Pfarrei Liebrauen-Überwasser sagte, bis einschließlich Montag seien insgesamt etwa 200 Sternsinger der Pfarrei unterwegs: „Man merkt nicht, dass das Engagement abnimmt.“

Sternsingersegen

„Christus segne dieses Haus“: Mit dieser Botschaft im Gepäck ziehen die Sternsinger in den kommenden Tagen von Haus zu Haus. Auch auf dem Gebiet der Pfarrei St. Lamberti in Münster sind die Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige unterwegs – und weiten die Aktion erstmals mit dem „Sternsingersegen to go“, also zum Mitnehmen, aus. Am Montag (6. Januar) von 11 bis 18 Uhr werden die Sternsinger auf dem Kirchplatz vor der St.-Lamberti-Kirche stehen – für alle Menschen, die derzeit nicht zu Hause sind. Diesen Menschen kommt die Pfarrei mit der Aktion am 6. Januar entgegen: Die Kinder und Jugendlichen erbitten dann nicht vor der Haustür, sondern mitten im Alltag, mitten in der Stadt, den Segen für das neue Jahr. 

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