Kicker-Turnier in der Mensa 2
470 Spieler an 40 Profi-Tischen

Münster -

Mit einem internationalem Teilnehmerfeld hat der Tischfußballverein „Schovelkoten“ am Wochenende ein Kicker-Turnier in der Mensa 2 veranstaltet. Rund 470 Spieler traten an über 40 Profi-Tischen gegeneinander an.

Montag, 13.01.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 13:04 Uhr
Fantasie gefragt: Nationalspielerinnen nahmen am Turnier teil – zwar nicht als Bundes-Team, aber in dessen Trikot.
Fantasie gefragt: Nationalspielerinnen nahmen am Turnier teil – zwar nicht als Bundes-Team, aber in dessen Trikot. Foto: klm

Sportkleidung war verpflichtend, es gab Weltranglistenpunkte, und live wurden Partien auf dem Internet-Video-Kanal „Youtube“ übertragen. Samt Kommentatoren auf der Tribüne – wie im Fernsehen. Mit einem internationalem Teilnehmerfeld hat der Tischfußballverein „Schovelkoten“ am Wochenende ein Kicker-Turnier in der Mensa 2 veranstaltet.

Rund 470 Spieler traten an über 40 Profi-Tischen gegeneinander an – am Samstag als Doppel, am Sonntag im Einzel. „Es ist uns wichtig, als Sport wahrgenommen zu werden“, sagte Mitveranstalter Julian Wortmann , selbst Bundesliga-Kickerer und aktuell auf Platz 27 der Tischfußball-Weltrangliste.

Denn: Der Sport ist in Deutschland von der Bundes- über Ober- und Verbandsliga bis in die Kreisliga hinunter organisiert. Vom Kneipen-Kickern allerdings setzt man sich ab. Obwohl Vereine aus dem Umfeld der Gelegenheits- und Spaß-Spieler gerne Nachwuchs rekrutieren und zum Anfängertraining einladen, wie Wortmann sagte. Am Samstagabend fand deshalb als Anreiz ein „Münster-Cup“ für Amateure statt.

Tischfußballturnier in der Mensa 2

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„Mit dem Spiel an Kneipenkickertischen hat der Sport aber kaum etwas zu tun“, meinte auch Felix Droese aus Münster, Informatik-Student und im Hobby Teil der Tischkicker-Nationalmannschaft des Deutschen Tischfußball-Bundes (DTFB). Man spiele nicht drauflos. „Es ist ein koordiniertes, taktisches Spiel. Man spricht sich ab, es gibt ein Stellungsspiel, und es werden Strategien entwickelt, wie der Gegner zu bezwingen ist“, sagte Droese. Der 20-Jährige war schon bei internationalen Turnieren in Spanien, den USA und China dabei, wie er zwischen seinen Partien erzählte.

Verbände und Veranstalter im Tischfußball können sich auf der am Wochenende genutzten Internet-Plattform (unter Tablesoccertv) präsentieren, haben aber kein großes Budget wie der „richtige“ Fußball und sind deshalb häufig auf Sponsoren angewiesen. So auch am Wochenende in Sachen Getränke und weitere Spenden.

Sportlich kämpfte beim Turnier jeder – ob im Doppel oder als Einzelspieler – für seinen eigenen Sieg oder den seinen Doppels. Für Punkte international oder die deutsche Rangliste. Trotzdem trugen viele Teilnehmer das Trikot ihres Vereins oder gegebenenfalls ihres National-Teams. Auch Akteure aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg waren angereist.

Zum „richtigen“ Fußball hat übrigens nicht jeder Kicker-Spieler einen Bezug. Felix Droese spielte zum Beispiel zehn Jahre lang Fußball. Heute nicht mehr. Er schaue auch keine Fußballspiele im Fernsehen mehr an. „Gemeinsam sind Fußball und Tischfußball Reaktionsschnelligkeit und Ballgefühl auf jeweils andere Weise. Sonst eigentlich wenig“, findet er.

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