Grafschaft Glatzer Chor
Tradition wird lange gepflegt

Münster -

Die Freunde der Musik von Ignaz Reimann kamen am Sonntag in der Überwasserkirche wieder voll auf ihre Kosten. Der Grafschaft Glatzer Chor trug die Pastoralmesse vor rund 200 Zuhörern vor.

Dienstag, 14.01.2020, 11:00 Uhr
Der Chor trat in der Überwasserkirche auf. Er besteht aus Sängern aus ganz Deutschlands. Die instrumentelle Begleitung übernahm ein privates Ensemble aus dem Raum Warendorf.
Der Chor trat in der Überwasserkirche auf. Er besteht aus Sängern aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Die instrumentelle Begleitung übernahm ein privates Ensemble aus dem Raum Warendorf. Foto: klm

Tasten und Pedale der Orgel in der Überwasserkirche standen am Sonntagnachmittag still. Während der Eucharistiefeier trugen andere Musiker als der Organist den begleitenden Rahmen: Der „Grafschaft Glatzer Chor“ sang die Pastoralmesse in F-Dur „Zur Heiligen Nacht“ von Ignaz Reimann .

In Münster haben sowohl die Grafschaft Glatz in Niederschlesien (heute Polen) als auch die Pastoralmesse des Kirchenmusikers Freunde. Reimann (1820 bis 1885) stammte aus Albendorf im früheren Landkreis Glatz.

Bei der mittlerweile zehnten Aufführung des Chores in der Überwasserkirche war diese mit rund 200 Zuhörern sehr gut besucht. Die Pastoralmesse wird im jährlichen Wechsel in Münster und in der Johanniskirche in Osnabrück gefeiert.

Ihre Gesangs- und Instrumentalteile – vom Kyrie über Gloria, Credo und Sanctus bis zum Agnus Dei – wurden zwischen den Wortbeiträgen wie der Lesung und den Fürbitten sowie vor und nach der Wandlung gespielt und gesungen. Darüber hinaus erklangen traditionelle Kompositionen aus der Weihnachtszeit.

„Nach Epiphanias und dem Fest der Heiligen Maria feiern wir jetzt das Fest der Taufe des Herrn“, sagte Diakon Prof. Otmar Schober in seiner Predigt. Gehalten wurde die Eucharistiefeier von Großdechant Franz Jung (beide aus dem Bistum Münster), mitzelebriert wurde sie von Diakon Arnold Bittner aus dem Bistum Osnabrück.

„Was bleibt über die Weihnachtszeit hinaus von ihr? Was können wir in die nächsten Wochen mitnehmen?“, fragte Schober. Die Eucharistiefeier sei der Taufe Jesu durch Johannes gewidmet. Jesus habe die Taufe zugelassen. „Damit die Heilsgeschichte Wirklichkeit werden konnte“, so der Diakon. Die Weihnachtsgeschichte werde von den Gläubigen das Jahr über fortgeführt, sagte er.

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