Literarischer Rundgang zur Ausstellung „Beziehungskisten“
Zu dir oder zu mir…?: Beate Reker über „Beziehungskisten“

Münster -

Was genau verstehen Küchenschaben unter einem Festessen? Ist ein Leben ohne Mops möglich? Die Sonderausstellung „Beziehungskisten“ im LWL-Museum für Naturkunde liefert die Antworten. Beate Reker präsentiert sie in einem Literarischen Rundgang komprimiert.

Mittwoch, 15.01.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 13:10 Uhr
Beate Reker bietet einen exklusiven Rundgang für Literaturliebhaber durch die Ausstellung „Beziehungskisten“ an und knüpft dabei Kontakt zu allerlei Getier.
Beate Reker bietet einen exklusiven Rundgang für Literaturliebhaber durch die Ausstellung „Beziehungskisten“ an und knüpft dabei Kontakt zu allerlei Getier. Foto: LWL/Christoph Steinweg

Zu einem Abend mit literarischen Kontaktversuchen in der Sonderausstellung „Beziehungskisten – Formen des Zusammenlebens in der Natur“, lädt Schauspielerin Beate Reker gemeinsam mit dem LWL-Museum für Naturkunde ein. Unter dem Titel „Zu dir oder zu mir…?“ findet der neue Literarische Rundgang am Freitag (17. Januar) um 19.30 Uhr statt. Am 24. Januar wiederholt die Schauspielerin nochmals um 19.30 Uhr die besondere Führung am Abend, kündigt der LWL an.

Es gibt unendlich viele Formen des Zusammenlebens, die die Natur im Laufe der Evolution entwickelt hat. In dem neuen Rundgang werden einige dieser Beziehungen literarisch unter die Lupe genommen: Paare, Familie, Nachbarn, aber auch das – nicht immer fabelhafte – Zusammenleben mit Tieren und Mikroben. Verschiedene Experten kommen zu Wort und lassen die Zuhörer an ihren Erfahrungen in dem rund 80-minütigen Rundgang teilhaben.

Soll die Frau immer noch vornehmlich in der Küche wirken, oder gibt’s da auch andere Vorstellungen? Wilhelm Busch und Dorothy Parker sind im Disput. Irmtraud Morgner schildert unterdessen einen „Kaffee verkehrt“, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Sonderausstellung: Formen des Zusammenlebens in der Natur

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  • Eichenprozessionsspinner als Blickfang: Im Naturkundemuseum ist eine neue Sonderausstellung eröffnet worden.

    Foto: Jürgen Christ
  • Zecke, Floh (im Bild beim Auspacken des Exponats im Juli) und Laus sind in hundertfacher Vergrößerung im Naturkundemuseum zu sehen.

    Foto: LWL/Heimann
  • Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster beschäftigt sich ab Mittwoch (25.9.2019) in einer Ausstellung mit „Beziehungskisten“.

    Foto: Jürgen Christ
  • Die Sonderschau geht den Formen des Zusammenlebens in der Natur nach und bietet den Blick auf die „ausgeklügelten Strategien der Natur“, kündigte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Matthias Löb, an.

    Foto: Jürgen Christ
  • Auf 560 Qua­dratmetern lernen Besucher verschiedene Lebensgemeinschaften kennen – zwischen Tieren und Menschen sowie zwischen Pflanzen bis hin zu winzigen Mikroorganismen. Aus aktuellen Gründen hat es der Eichenprozessionsspinner ebenfalls hierhin geschafft, zum Glück nur als harmloses, wenn auch verblüffend echt wirkendes Modell.

    Foto: Jürgen Christ
  • Die Schau ist in zehn Themenbereiche untergliedert und läuft bis September 2020.

    Foto: Jürgen Christ
  • 17 Tastmodelle, 31 Medien- und 14 Mitmach-Stationen sowie zehn Ratekisten haben die beiden Kuratorinnen Lisa Klepfer und Dr. Michaela Klösener in zweijähriger Arbeit entworfen.

    Foto: Jürgen Christ
  • 890 Objekte zeigen Beziehungen im Großen und Kleinen zwischen Pflanzen, Tieren, Menschen und Mikroorganismen sowie zum Nutzen oder zum Schaden – und nicht zuletzt hinterfragen sie unsere Einstellung dazu.

    Foto: Jürgen Christ
  • Viele Kooperationspartner halfen bei der Umsetzung. Mitarbeiter der Universität Münster machten Bakterien sichtbar, wo sie sich in unserem Alltag verbergen.

    Foto: Jürgen Christ
  • FH-Designstudenten gestalteten Bildtafeln. Hundertfach vergrößerte Parasiten im „Gruselkino“ sind ekelhaft und faszinierend gleichzeitig.

    Foto: Jürgen Christ
  • Wir lieben und verwöhnen Haustiere, und pferchen Nutztiere in enge Ställe – das wird nebeneinander dargestellt und macht unweigerlich nachdenklich.

    Foto: Jürgen Christ
  • Foto: Jürgen Christ
  • Für Sehbehinderte oder blinde Menschen gibt es Audiodeskription und spezielle Führungen. Audioguides werden neben Deutsch auch auf Englisch und Niederländisch angeboten.

    Foto: Jürgen Christ
  • Die Ausstellung läuft bis zum 27. September 2020 im LWL-Naturkundemuseum, Sentruper Straße 285.

    Foto: Jürgen Christ
  • Foto: Jürgen Christ
  • Foto: Jürgen Christ
  • Foto: Jürgen Christ
  • Foto: Jürgen Christ

Wie sieht das Zusammenleben mit dem Menschen aus Sicht der Küchenschaben aus? Was denken Schaben über das menschliche Liebesleben und was bezeichnen sie als Festessen? Daniel Evan Weiss vermittelt die Schabensicht.

Was passiert beim Augenkontakt zwischen Herrchen beziehungsweise Frauchen und Hund? Und ist ein Leben ohne Mops möglich? Wie und warum leben Menschen mit Abermilliarden von Bakterien (unserem Mikrobiom) zusammen? Kennen wir Menschen als Wirte ihre Lieblingsgerichte? Und wer hat eigentlich das Sagen in dieser Symbiose? Müssen wir unsere Sicht auf die Beziehung mit ihnen ändern?

Joachim Ringelnatz wiederum macht sich über das Verhältnis zu seiner Spucke Gedanken; und auch eine Anleitung zum richtigen Küssen wird nicht ausbleiben. Kurt Tucholsky findet einiges an familiären Verhältnissen auszusetzen, während Erich Kästner von deren vergnüglicher Seite berichtet.

Was muss ein Nachbar tun oder lassen, um uns in den Wahnsinn zu treiben? Eugen Roth ist da Experte. Und nicht zuletzt: Wie sieht es mit der Liebe aus in Gegenwart und Zukunft? Wie rettet man eine Ehe? Welche neuen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme bietet das Internet? Wie funktionieren Dating-Portale?

Die Museumsgäste werden gefragt, was Ghosting ist, und ob sie das schon mal getan haben? Sie lernen einen jungen Mann kennen, der unter schlimmem Zeitdruck die alte Frage lösen muss: Wie spreche ich sie an? Für Aufklärung und Beratung sorgen unter anderem Claudio Ghin und Lina Wolff.

Es erwartet die Gäste also eine prall gefüllte literarische Beziehungs-Kiste, der auch angesichts existenzieller Fragen zur Liebe in Zeiten der Mülltrennung die Worte nicht ausgehen.

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Weitere Termine sind am 7. und 28. Februar (ebenfalls freitags), jeweils um 19.30 Uhr an der Sentruper Straße 285. Der Eintritt kostet 17 Euro, Karten gibt es im Vorverkauf im Museum und bei der Münster-Information (' 4 92 27 14) sowie an der Abendkasse. Das Platzangebot ist begrenzt. | www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de

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