Prozess wegen sexuellen Missbrauchs
Angeklagter sagt umfassend zu den Vorwürfen aus

Münster/Lüneburg -

Der Prozess gegen einen Studenten aus Münster ist am Landgericht Lüneburg fortgesetzt worden. Ihm wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der 26-Jährige habe sich zu den Vorwürfen eingelassen, sagte ein Sprecher des Gerichts. Das Urteil fällt wohl noch im Januar.

Mittwoch, 15.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 18:48 Uhr
 
  Foto: GaToR/Fotolia

Schwerer sexueller Missbrauch wird einem 26 Jahre alten Studenten aus Lüneburg vorgeworfen. Er soll sich als Übungsleiter in der DLRG-Ortsgruppe und im Fußballverein von Juli 2015 bis Februar 2019 an mindestens sieben Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 15 Jahren vergangen haben. Der Mann war im Juli 2019 in Münster festgenommen worden.

Möglicherweise könne schon am 29. Januar ein Urteil gesprochen werden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Lüneburg auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Angeklagte habe sich zu den Vorwürfen umfangreich eingelassen, sodass die Kammer möglicherweise auf weitere Zeugen verzichten könne.

Tag der Plädoyers 

Für den nächsten Prozesstag am 28. Januar seien auch die Plädoyers von Verteidigung und Staatsanwaltschaft anberaumt. Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die 5. Große Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg hatte dies zum Prozessauftakt entschieden, sowohl um Opfer als auch den Angeklagten zu schützen.

Die Ermittlungen waren nach Hinweisen der DLRG im April 2019 ins Rollen gekommen, wo der 26-Jährige als Betreuer Jugendfreizeiten begleitet hatte. Dabei soll es zu Übergriffen gekommen sein.

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