Diskussion über Veloroute Münster – Nottuln
Grüne wollen autofreie Hüfferstraße

Münster -

Die Bezirksvertretung Münster-Mitte diskutierte am Dienstagabend über die geplante Veloroute von Münster nach Nottuln. Die Konflikte bei der Routenführung, das wurde deutlich, liegen auf der Hand.

Mittwoch, 15.01.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 20:34 Uhr
Die Grünen können sich gut eine Hüfferstraße vorstellen, die von Radlern, Bussen und Rettungsfahrzeugen genutzt werden darf – aber für den allgemeinen Autoverkehr geschlossen wird.
Die Grünen können sich gut eine Hüfferstraße vorstellen, die von Radlern, Bussen und Rettungsfahrzeugen genutzt werden darf – aber für den allgemeinen Autoverkehr geschlossen wird. Foto: Matthias Ahlke

Die Veloroute zwischen Münster und Nottuln beschäftigt derzeit vor allem die Menschen in Münsters Westen, weil dort die Routenführung im Bereich der Roxeler Straße noch ziemlich unklar ist.

Doch auch im ersten Teilabschnitt – also von der Promenade bis zur Roxeler Straße – gibt es noch einiges zu diskutieren, wie am Dienstagabend in der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Mitte klar wurde.

Um mit dem Fazit anzufangen: Mit den Stimmen von CDU , SPD, Grünen und FDP (bei einer Gegenstimme der Linken) favorisiert die Bezirksvertretung die Route Hüfferstraße, Waldeyer­straße und Schmedding­straße.

Viele offene Fragen

Doch dessen ungeachtet dachten die Stadtteilpolitiker auch laut darüber nach, ob die Veloroute nicht stumpf quer über das Gelände der Universitätskliniken gehen könnte. Genau diese Route ziehen die Verkehrsplaner bislang aber nicht näher in Betracht, weil noch zu viele Fragen offen sind. Zum einen wird das gesamte Areal in den kommenden Jahren baulich umgekrempelt, zum anderen müsste erst geprüft werden, ob sich Konflikte zwischen Radlern und Rettungsfahrzeugen ergeben könnten.

Auf jeden Fall gaben die Stadtteilpolitiker den Planern mit auf den Weg, diese Option nicht aus den Augen zu verlieren und Verhandlungen mit dem Klinikum zu führen.

Vorschlag der Grünen

Doch auch eine Veloroute im Bereich der Hüfferstraße ist – verkehrspolitisch – eine große Herausforderung. Sollte der Planungsausschuss am 6. Februar diese Variante beschließen, wäre der Zielkonflikt auf der vergleichsweise schmalen Straße vorgezeichnet.

Die Grünen in der Bezirksvertretung machten schon mal einen Vorschlag: Sie können sich gut eine Hüfferstraße vorstellen, die von Radlern, Bussen und Rettungsfahrzeugen genutzt werden darf – aber für den allgemeinen Autoverkehr geschlossen wird.

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