2-Rad-Hansen hat Lila Leeze übernommen
„Den Geist des Ladens weitertragen“

Münster -

Die wichtigste Botschaft: Der Fahrradladen „Lila Leeze“ lebt weiter. Und das unter einem neuen Dach: 2-Rad-Hansen hat den Betrieb zum Jahreswechsel übernommen.

Donnerstag, 16.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 11:10 Uhr
Das Team des Fahrradladens „Lila Leeze“ arbeitet jetzt unter einem neuen Dach. Das Familienunternehmen 2-Rad-Hansen (hinten links Marc Hansen) hat den Betrieb von Jens Schneiderheinze (hinten, 3. von rechts) gekauft.
Das Team des Fahrradladens „Lila Leeze“ arbeitet jetzt unter einem neuen Dach. Das Familienunternehmen 2-Rad-Hansen (hinten links Marc Hansen) hat den Betrieb von Jens Schneiderheinze (hinten, 3. von rechts) gekauft. Foto: Erhard Kurlemann

„Die Lila Leeze lebt weiter und bleibt lila“. Jens Schneiderheinze und Marc Hansen waren sich schnell einig. „Der Geist des Ladens muss weitergetragen werden“, sagt der ehemalige Inhaber. „Der Betrieb ist schon so etwas wie ein Stück Kulturgut in Münster“, ergänzt der neue Inhaber Hansen. „Die Fahrradwelt an der Gil denstraße und die „Lila Leeze“ an der Dortmunder Straße können ihre Angebote wechselseitig erweitern und voneinander lernen, was Unternehmen, Mitarbeitern und den Kunden zugute kommt.“

Schneiderheinze hatte die Leeze 2014 nach dem plötzlichen Tod der Betreiberin Eva Peter weitergeführt. „Das war und ist für mich ein wichtiges Stück Sozialgeschichte.“ Entstanden war das Geschäft 1986 als Frauenfahrrad-Selbsthilfegruppe.

Der Kontakt zwischen Schneiderheinze und der Familie Hansen war eher zufällig entstanden. Manuel Seelig wollte den Meisterbrief machen, auch damit der Laden weitergeführt werden konnte, und belegte dafür einen Kursus an der Handwerkskammer. Einer der Leiter: Marc Hansen.

Beiläufig hatte Seelig von den Verkaufsplänen seinen Chefs erzählt. „Wir haben dann in der Familie überlegt und entschieden, das können wir uns vorstellen.“

In der Folge war „immer mal wieder“ ein Mitglied der Familie Hansen an der Dortmunder Straße und hat sich informiert. Als dann Hansen und Schneiderheinze miteinander telefonierten, war im Grunde schon eine Vorentscheidung gefallen. „Ich habe zwar mit anderen Interessenten gesprochen, aber der Verkauf an eine Kette kam für mich nie in Frage“, berichtet Schneiderheinze.

Aber er habe für sich feststellen müssen, dass er die „Lila Leeze“ und ihre insgesamt acht Mitarbeiter nicht in dieser Form zukunftsfähig hätte machen können. Die vertragliche Unterschrift sei letztlich nur noch „Formsache“ gewesen.

Schneiderheinze bleibt der Leeze erhalten – nicht nur als Kunde. Er hilft bei der Organisation etwa von Lesungen, Vorträgen oder Filmvorführungen – ein unikaler Ort bleibt so erhalten.

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